Freiberg bekommt die Perle von Sachsen ins Museum
Das Stadt- und Bergbaumuseum in Freiberg (Mittelsachsen, Sachsen) hat einen besonderen neuen Schatz erhalten. Am 13. Juli wurde die sogenannte „Perle von Sachsen“ an das Museum übergeben. Dabei handelt es sich um eine gewaltige Fluoritstufe, die in der Fluss- und Schwerspatgrube in Niederschlag entdeckt wurde.
Der Fund stammt aus dem Jahr 2016. Das Bergwerk in Niederschlag ist deshalb so wichtig, weil es eine der ersten Gruben in Sachsen war, die nach dem Jahr 2000 wieder in Betrieb genommen wurden. Damit zeigt der Stein, dass Bergbau im Freistaat auch heute noch funktioniert.
Die Maße der Mineralstufe sind beeindruckend: Sie wiegt 206,5 Kilogramm, ist 1,10 Meter lang und 0,75 Meter tief. In den letzten 60 Jahren wurde in ganz Sachsen keine größere Fluoritstufe mehr gefunden. Bevor der Stein ins Museum kam, musste er aufwendig gereinigt werden. Zuerst kam schwere Technik zum Einsatz, um den groben Dreck zu entfernen. Danach wurde die Oberfläche vorsichtig gesäubert, damit die natürliche Schönheit des Minerals wieder zum Vorschein kam.
Bereits in den Jahren 2016 und 2017 konnten Besucher den Stein in der Mineralogischen Sammlung Deutschland im Krügerhaus bewundern. Dass die „Perle von Sachsen“ nun dauerhaft in Freiberg bleibt, verdankt das Museum einem Bürger der Stadt, der die nötigen Spendengelder für den Erwerb bereitgestellt hat.
Künftig wird der Stein in der neuen Dauerausstellung im Bereich „Freiberg im 21. Jahrhundert“ gezeigt. Er soll den Besuchern verdeutlichen, welche Rolle die Rohstoffgewinnung in der heutigen Zeit noch spielt. Präsentiert wird das Mineral auf rotem Samt.
Quelle: Freiberg – zur Originalmeldung