Frechen erinnert an Zusammenschluss der Gemeinden
Das Stadtarchiv in Frechen (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen) stellt im August unter der Rubrik „Archivale des Monats“ ein historisches Dokument vor. Es handelt sich um einen Zeitungsartikel aus dem „Frechener Tageblatt“ vom 18. August 1926. Paul Szablewski, der ehrenamtlich im Archiv arbeitet, hat das Stück ausgewählt und aufbereitet.
Der Artikel erinnert an eine wichtige Veränderung für die Region. Seit 1815 waren Bachem, Buschbell und Frechen zwar Teil einer Gesamtgemeinde, aber eigentlich noch selbstständig. Mitte der 1920er Jahre wollte die preußische Staatsregierung das ändern. Die Idee war, die kleinen Orte Bachem und Buschbell komplett in das größere Frechen einzugliedern. So sollte eine Gemeinde entstehen, die leistungsfähiger ist und besser funktioniert.
In Buschbell gab es zu diesem Plan kaum Einwände. In Bachem hingegen regte sich großer Widerstand. Die Menschen dort trafen sich zu mehreren Versammlungen und stritten heftig über den Zusammenschluss. Am Ende konnten die Bachemer jedoch überzeugt werden. Damit das Ganze klappte, versprach die Gemeinde Frechen bestimmte Gegenleistungen: Die heutige Hubert-Prott-Straße sollte gepflastert werden. Außerdem sollten 20 neue Wohnungen gebaut werden, die speziell für Menschen aus Bachem reserviert waren.
Offiziell vollzogen wurde die Vereinigung der drei Gemeinden dann am 2. März 1927.
Wer mehr über die Stadtgeschichte erfahren möchte, kann weitere Dokumente aus dieser Reihe auf der Webseite www.stadtarchiv-frechen.de finden. Wer die alten Zeitungen wie das „Frechener Tageblatt“ selbst lesen will, kann nach einer Terminabsprache den Lesesaal des Stadtarchivs besuchen.
Quelle: Frechen – zur Originalmeldung