Frechen: Betrüger holt Bargeld an Haustür ab
Am Freitag passierte es in der Johann-Hinrich-Wiechern-Straße in Frechen (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen). Gegen 13 Uhr erhielt eine Frau einen Anruf. Der Mann am Telefon gab vor, von der Polizei Köln zu sein. Er behauptete, ein Verwandter der Frau habe einen schweren Verkehrsunfall in Köln verursacht.
Kurz darauf meldete sich ein angeblicher Staatsanwalt. Er setzte die Frau unter Druck und sagte, sie müsse einen hohen fünfstelligen Betrag hinterlegen. Nur so könne man verhindern, dass der Verwandte in Untersuchungshaft kommt. Um die Frau weiter abzulenken, forderte der Betrüger zwei weitere Angehörige, die ebenfalls im Haus waren, auf, sofort zum Amtsgericht nach Köln zu fahren. Sie sollten dort dem Unfallverursacher beistehen.
Während die Familie in Köln war, tauchte zwischen 13 und 17 Uhr ein Bote an der Haustür der Frau auf. Er gab sich als Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft aus. Die Frau übergab ihm einen Umschlag mit dem Bargeld.
Der Betrug flog auf, als die Angehörigen in Köln vor verschlossenen Türen standen. Sie riefen den vermeintlichen Unfallverursacher an und merkten schnell, dass die Geschichte gelogen war. Die Frau ging daraufhin zur Polizeiwache und zeigte den Vorfall an.
Die Polizei sucht nun einen Mann im Alter von etwa 25 bis 30 Jahren. Er ist circa 180 Zentimeter groß, hat schwarze Haare und einen kurzen, schwarzen Bart. Zum Zeitpunkt der Tat trug er eine Jeans und ein graues T-Shirt. Wer Hinweise hat, kann sich unter der Telefonnummer 02271 81-0 oder per E-Mail an die Polizei wenden.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.