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Frankfurt: Niederländer wegen Kokain-Schmuggels ausgeliefert

Ein 60-jähriger Mann aus den Niederlanden soll Teil einer Bande gewesen sein, die tonnenweise Kokain nach Deutschland geschmuggelt hat.

Die Ermittler in Frankfurt (Hessen) haben einen großen Fall von internationalem Drogenschmuggel aufgerollt. Am 20. August 2026 wurde ein 60-jähriger Niederländer aus seiner Heimat nach Deutschland überstellt. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hatte die Auslieferung beantragt.

Der Mann soll Teil einer kriminellen Organisation gewesen sein, die zwischen Juni 2024 und Januar 2026 riesige Mengen Kokain aus Südamerika nach Deutschland gebracht hat. Die Drogen kamen aus Ländern wie Brasilien und Kolumbien. Die Bande nutzte dafür entweder das Flugzeug oder Containerschiffe.

Um den Schmuggel zu tarnen, ging die Bande geschickt vor. Sie übernahmen bestehende Firmen in Deutschland und machten daraus Scheinfirmen. Als Geschäftsführer setzten sie Strohpersonen ein. So sah es nach außen hin so aus, als würden die Firmen ganz normale Waren importieren, während in Wahrheit Kokain im Tonnenbereich ins Land geschleust wurde.

Der 60-Jährige soll in drei Fällen als Gesellschafter und Geschäftsführer dieser Scheinfirmen geholfen haben. Er wusste vermutlich genau, dass es sich um illegale Lieferungen handelte. Bereits im Juni 2026 hatten die Beamten Wohnungen und Geschäftsräume in Deutschland und den Niederlanden durchsucht. Dabei wurden drei Verdächtige in Herborn (Hessen) sowie in Amersfoort und Assen in den Niederlanden festgenommen.

Nach seiner Auslieferung wurde der Mann sofort einem Haftrichter vorgeführt. Dieser hat den Haftbefehl verkündet. Der Verdächtige sitzt nun in Untersuchungshaft.

Ob und inwieweit sich der Beschuldigte strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main – zur Originalmeldung

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