Frankfurt: Niederländer wegen Kokain-Schmuggel im Tonnenbereich festgenommen
Die Ermittler jagen eine internationale Bande, die Kokain im Tonnenbereich aus Südamerika nach Deutschland geschmuggelt haben soll. Die Drogen kamen aus Ländern wie Brasilien und Kolumbien. Die Schmuggler nutzten dafür entweder das Flugzeug oder große Containerschiffe.
Um die Polizei zu täuschen, hatten die Kriminellen einen Trick: Sie kauften bestehende Firmen in Deutschland auf und machten daraus Scheinfirmen. Als Geschäftsführer setzten sie Strohmänner ein. So sah es auf dem Papier so aus, als würden die Firmen ganz normale Waren importieren, während in Wahrheit die Drogen geliefert wurden.
Die Ermittlungen laufen bereits seit Februar 2025. Im Juni 2026 gab es eine erste große Welle von Razzien. Damals durchsuchten Beamte Wohnungen und Geschäftsräume in Deutschland sowie in den Niederlanden. Bei diesen Einsätzen wurden drei Verdächtige in Herborn (Hessen) sowie in den niederländischen Städten Amersfoort und Assen festgenommen.
Nun gibt es einen weiteren Schritt in dem Verfahren. Ein 60-jähriger Niederländer wurde am 20. August 2026 aus seiner Heimat nach Frankfurt am Main (Hessen) ausgeliefert. Er soll in drei Fällen als Gesellschafter und Geschäftsführer der Scheinfirmen geholfen haben, den Drogenhandel zu organisieren.
Direkt nach seiner Ankunft wurde der Mann einem Haftrichter vorgeführt. Dieser hat den Haftbefehl verkündet. Der Verdächtige sitzt nun in Untersuchungshaft.
Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Zollfahndungsamt Frankfurt am Main – zur Originalmeldung