Frankfurt: Betrüger stahlen Senioren hohe Geldbeträge
Zwei verschiedene Betrugsfälle hielten die Polizei in Frankfurt (Hessen) Anfang August auf Trab. In beiden Fällen hatten es die Täter auf Senioren abgesehen und stahlen hohe Summen.
Am Montagmittag passierte es zuerst in Fechenheim. Zwei Männer gaben vor, von der Hausverwaltung zu kommen. So verschafften sie sich Zutritt zur Wohnung eines Ehepaares, die beiden sind 84 und 86 Jahre alt. Die Männer stahlen einen hohen Bargeldbetrag und verschwanden wieder aus der Wohnung. Das Ehepaar bemerkte den Diebstahl erst am nächsten Tag und rief dann die Polizei.
Nur kurze Zeit später, am Dienstagabend, wurde ein 88-Jähriger aus Eckenheim Opfer eines Telefonbetrugs. Ein Mann rief ihn an und gab vor, bei einer Bank zu arbeiten. Der Betrüger nutzte dabei eine Technik, die sogenannte Anruf-Spoofing. Das bedeutet, dass auf dem Handy des Seniors die echte Nummer seiner Bank angezeigt wurde. So konnte der Betrüger an die Zugangsdaten für das Online-Banking kommen und verursachte einen hohen finanziellen Schaden.
Die Polizei warnt nun eindringlich vor solchen Maschen. Fremde Menschen sollen nicht einfach in die Wohnung gelassen werden, auch wenn sie behaupten, Handwerker oder Mitarbeiter einer Verwaltung zu sein. Am Telefon sollte man niemals über Geld sprechen oder unter Druck schnell entscheiden. Im Zweifel ist es besser, sofort aufzulegen und jemanden aus der Familie zu fragen.
Wer einen Betrug vermutet, soll sofort die 110 wählen. Wer Hinweise zu den Tätern hat, wird gebeten, sich bei den Beamten zu melden.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Täter strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main – zur Originalmeldung