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Frankfurt: Bauunternehmer wegen Millionenbetrug zu Haftstrafe verurteilt

Ein Bauunternehmer hat über Jahre hinweg Steuern und Sozialabgaben hinterzogen. Das Landgericht Frankfurt am Main sprach nun ein hartes Urteil.

Ein 49-jähriger Bauunternehmer aus Frankfurt am Main (Hessen) muss ins Gefängnis. Das Landgericht hat ihn im März zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und acht Monaten verurteilt. Der Mann hatte zwischen 2018 und 2024 seine Arbeiter schwarz beschäftigt. Er meldete sie entweder gar nicht oder nur teilweise bei der Sozialversicherung an. Dadurch flossen zu wenig Steuern und Abgaben an den Staat.

Der Schaden ist gewaltig: Es geht um mehr als 20 Millionen Euro. Um die illegalen Zahlungen zu verstecken, nutzte der Unternehmer einen Trick. Er ließ sich von Servicefirmen sogenannte Abdeckrechnungen ausstellen. Das sind Belege für Leistungen, die es in Wahrheit nie gab. So schuf er einen Kreislauf aus Schwarzgeld, um Kosten zu sparen.

Auch Familienmitglieder waren in die Sache verwickelt. Die 29-jährige Nichte und ein 29-jähriger Cousin des Unternehmers wurden wegen Beihilfe verurteilt. Sie bekamen jeweils zwei Jahre Haft, die jedoch zur Bewährung ausgesetzt wurden. Ähnlich erging es dem 31-jährigen Schwager, der zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt wurde.

Die Ermittlungen begannen beim Hauptzollamt Erfurt (Thüringen). Im November 2024 kam es zu großen Razzien im ganzen Land. Die Beamten vollstreckten 57 Durchsuchungsbeschlüsse und drei Haftbefehle. Zudem wurden Vermögenswerte in Höhe von etwa 175.000 Euro sichergestellt.

Für den Bauunternehmer ist dies kein erster Fehltritt. Er war bereits vor einigen Jahren wegen Beihilfe zu ähnlichen Taten rechtskräftig verurteilt worden. In diesem Verfahren gaben die Beteiligten ihre Taten vollständig zu.

Die Ermittlungen sind mit dem Urteil abgeschlossen.

Quelle: Hauptzollamt Erfurt – zur Originalmeldung

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