Frankfurt: Angriff auf Polizisten bei Großkontrolle
Von gestern Nachmittag bis in die späten Abendstunden war die Polizei in Frankfurt (Hessen) im großen Stil unterwegs. Gemeinsam mit der Stadtpolizei und Kräften des Hessischen Polizeipräsidiums suchten die Beamten das Bahnhofsgebiet und die Innenstadt ab. Ziel war es, die Gegend sicherer zu machen und Straftaten direkt vor Ort zu stoppen.
Die Bilanz der Aktion ist hoch: Die Polizisten kontrollierten insgesamt mehr als 300 Menschen. Das führte zu 28 Strafanzeigen und vielen Bußgeldern wegen Ordnungswidrigkeiten. Sieben Leute landeten direkt in den Haftzellen des Polizeipräsidiums, sechs weitere wurden vorübergehend festgenommen. Außerdem vollstreckten die Beamten einen Haftbefehl.
Besonders im Fokus stand der Drogenhandel. In vier Fällen leiteten die Beamten Strafverfahren ein, weil sie vermuten, dass mit Rauschmitteln gehandelt wurde. Die Polizei nahm kleine Mengen an Drogen, Cannabis und verschreibungspflichtigen Medikamenten mit. Gefährliche Gegenstände wie ein Messer und ein verbotener Schlagring wurden ebenfalls eingezogen.
Später eskalierte die Situation am Jürgen-Ponto-Platz. Während einer Personenkontrolle griff ein Mann einen Polizisten an. Der Verdächtige stieß dem Beamten mit dem Kopf ins Gesicht und biss ihn. Der Polizist wurde dabei leicht verletzt. Die Beamten nahmen den Angreifer sofort fest und brachten ihn ins Gewahrsam.
Parallel dazu gab es Kontrollen im Straßenverkehr. Die Polizei achtete vor allem darauf, ob E-Scooter richtig genutzt werden. Die Kontrolleinheit KART prüfte zudem Fahrzeuge auf illegale Umbauten. Bei drei Fahrzeugen, darunter einem Motorrad, waren die technischen Änderungen nicht erlaubt. Die Polizei nahm diese Fahrzeuge aus dem Verkehr.
Ob und inwieweit sich die Festgenommenen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeipräsidium Frankfurt am Main – zur Originalmeldung