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Frankenthal prüft Pläne für die Stadtklinik

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Das Land will die Krankenhausstruktur in Rheinland-Pfalz ändern. Die Stadt Frankenthal prüft nun genau, was das für die eigene Klinik bedeutet.

In Frankenthal (Rheinland-Pfalz) gibt es derzeit große Unsicherheit um die Stadtklinik. Das Land hat Pläne vorgelegt, wie die Krankenhäuser in Zukunft aussehen sollen. Laut einem ersten Entwurf soll die Stadtklinik Frankenthal ab dem 1. Januar 2027 weiterhin als Krankenhaus der Regelversorgung gelten. Das bedeutet, sie bleibt ein normales Krankenhaus. Vorgesehen sind elf sogenannte Leistungsgruppen und insgesamt 229 Betten, davon 17 für die Intensivstation.

Doch die Stadt ist nicht zufrieden. Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer und die Klinikleitung wollen die Pläne nun ganz genau unter die Lupe nehmen. Sie prüfen, ob die medizinische Versorgung so noch passt und welche wirtschaftlichen Folgen die Entscheidung hat. Besonders ärgerlich: Bei einigen Leistungen hat der Medizinische Dienst eigentlich grünes Licht gegeben, trotzdem will das Land diese Gruppen in Frankenthal nicht zuweisen.

Zudem gab es Chaos bei der Kommunikation. In sozialen Netzwerken und Medien hieß es plötzlich, die Stadtklinik würde bereits 2027 zu einer sogenannten Regioklinik werden. Das hat bei den Mitarbeitern für große Angst um ihre Jobs gesorgt. Die Stadt stellt klar: Das steht so nicht im Entwurf. Eine Entwicklung zur Regioklinik wird zwar als Möglichkeit genannt, aber es gibt noch keinen festen Plan oder Zeitrahmen dafür.

Die Stadt weist darauf hin, dass in den letzten Jahren viel Geld investiert wurde. Allein das Land steuerte über 30 Millionen Euro für die Modernisierung bei, und ein neuer Erweiterungsbau wurde gerade erst eröffnet. Die Stadt will nun wissen, wie die neuen Pläne mit diesen teuren Investitionen zusammenpassen.

Um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, holt sich die Stadt Hilfe von spezialisierten Anwälten. Wenn die endgültigen Entscheidungen des Landes nicht stimmen, will man gegen diese vorgehen.

Die nächsten Schritte sind bereits geplant: Am Donnerstag um 17 Uhr trifft sich der Krankenhausausschuss zu einer Sondersitzung direkt in der Stadtklinik. Danach hat die Klinik 14 Tage Zeit, um offiziell Stellung zu nehmen. Parallel dazu fordert der Oberbürgermeister direkte Gespräche mit dem Gesundheitsminister und dem Ministerpräsidenten, da bisherige Anfragen unbeantwortet blieben.

Wer die Klinik unterstützen will, kann bis zum 13. Oktober 2026 an einer Online-Petition unter dem Motto „Keine Stadt ohne Klinik“ teilnehmen.

Quelle: Frankenthal – zur Originalmeldung

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