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Frankenberg/Sa.: Beratung zu SED-Unrecht am 7. September

Wer unter der SED-Diktatur gelitten hat, kann sich bald in Frankenberg beraten lassen. Es geht um Entschädigungen und die Einsicht in Stasi-Akten.

Am 7. September 2026 gibt es in Frankenberg/Sa. (Landkreis Mittelsachsen, Sachsen) eine Bürgersprechstunde zur Rehabilitierung von SED-Unrecht. Die Beratung findet von 09:00 bis 17:00 Uhr in der Stadtverwaltung statt. Die Interessierten müssen ins Stadthaus am Markt 18 und dort in das Zimmer 5 im Erdgeschoss gehen.

Vor Ort berät Utz Rachowski die Bürger. Er erklärt, wie die Reha-Gesetze funktionieren und was es mit dem Sächsischen Härtefallfonds für SED-Opfer auf sich hat. Außerdem beantwortet er Fragen zur sogenannten Opferrente. Das gilt auch für Menschen, die in Heimen, Jugendwerkhöfen oder Venerologischen Stationen der DDR unter rechtsstaatswidrigen Bedingungen untergebracht waren.

Ein wichtiger Punkt beim Termin sind die neuen Regeln aus der Gesetzesnovellierung von 2025 und der Bundeshärtefallfonds. Diese sollen es den Betroffenen leichter machen, Unterstützung zu bekommen. Der Berater prüft gemeinsam mit den Ratsuchenden, ob sie die Voraussetzungen für einen Antrag erfüllen, und hilft direkt beim Ausfüllen der Formulare.

Zusätzlich können die Besucher einen Antrag stellen, um ihre Stasi-Akten einzusehen. Dafür ist ein gültiges Ausweisdokument nötig. Mitarbeiter aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv Chemnitz sind dabei, um alle Fragen zur Akteneinsicht zu beantworten.

Wer Hilfe braucht, muss keinen Termin vereinbaren und kann einfach vorbeikommen. Alternativ ist der Berater während der Sprechstunde auch unter der Telefonnummer 037206 – 641 224 erreichbar.

Quelle: Frankenberg/Sa. – zur Originalmeldung

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