Fluglärm im Landkreis Darmstadt-Dieburg: Streit um Route CINDY-S
Im Landkreis Darmstadt-Dieburg (Hessen) sorgt die Flugroute CINDY-S für massiven Ärger. Am 12. August trafen sich deshalb der Erste Kreisbeigeordnete Lutz Köhler, Vertreter des Vereins „Stopp Cindy-S e.V.“ sowie die Bürgermeister von Messel und Erzhausen zu einem Gespräch.
Im Kern geht es um die Frage, wer eigentlich den Lärm abbekommt. Die neue Route wurde im Juli 2025 eingeführt und befindet sich momentan noch in einer Testphase. Doch laut Analysten des Vereins hat die Route Folgen, die so nie vorhergesagt wurden. Der Fluglärm wurde einfach nur verschoben. Jetzt leiden Gemeinden wie Messel und Groß-Zimmern unter einer Belastung, die es früher so nicht gab. In Erzhausen ist die Situation laut Bürgermeisterin Claudia Lange sogar schlimmer als früher in den Gebieten Arheilgen und Kranichstein.
Besonders kritisch sehen die Beteiligten die Daten, auf denen die Entscheidung für die Route basiert. Der Vereinsvorsitzende Martin Unverzagt betont, dass es große Widersprüche zwischen den offiziellen Angaben der Fluglärmkommission und den tatsächlichen Messungen gibt. Die Betroffenen fordern, dass diese Fehler aufgeklärt werden, bevor im Herbst endgültig über die Route entschieden wird.
Auch Bürgermeister Thorsten Buhrmester aus Messel sorgt sich um die Gesundheit seiner Bürger. Viele seien extra in den Ort gezogen, um ihre Ruhe zu haben, und seien nun enttäuscht. Er schlägt vor, die Abflugrouten sozialverträglicher aufzuteilen, damit nicht immer dieselben Gebiete den Lärm abfangen müssen.
Lutz Köhler vom Landkreis will die neuen Lärmdaten nun genau prüfen. Er sieht die anstehenden Herbstsitzungen der Fluglärmkommission (FLK) und des Forums Flughafen und Region (FFR) als Chance, alle Sichtweisen zu hören.
Wer selbst betroffen ist oder mehr wissen will, kann zu einem Info-Event kommen. Der Verein „Stopp Cindy-S e.V.“ lädt dazu am 8. Oktober 2026 in das Erzhäuser Bürgerhaus ein. Genauere Details zu dem Termin folgen noch.