Zum Inhalt springen
newssofort.de

Flughafen Düsseldorf: Bundespolizei verhaftet vier Reisende

Bei Ausreisekontrollen am Wochenende schnappte die Bundespolizei vier Männer ab. Einige konnten sich mit Geldzahlungen retten, andere mussten ins Gefängnis.

Die Bundespolizei führte am Flughafen Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) am vergangenen Wochenende stichprobenartige Kontrollen durch. Dabei wurden vier Männer gefasst, gegen die Haftbefehle vorlagen.

Alles begann am Freitagabend. Ein 34-jähriger Mann aus der Türkei wollte gerade nach Elazig fliegen. Doch die Beamten stellten fest, dass die Staatsanwaltschaft Ansbach in Bayern ihn suchte. Er hatte Leistungen erschlichen und eine Geldstrafe von 1.200 Euro nicht bezahlt. Da er das Geld nicht sofort vor Ort bezahlen konnte, musste er eine Ersatzstrafe von zwölf Tagen absitzen. Die Polizei übergab ihn an die Justizbehörden.

Am frühen Samstagmorgen stand dann ein 36-jähriger Deutscher in den Kontrollen. Er wollte eigentlich nach Palma de Mallorca fliegen. Die Beamten fanden heraus, dass die Staatsanwaltschaft Duisburg ihn wegen Betruges suchte. Der Mann konnte die geforderte Geldstrafe von 480 Euro jedoch bezahlen. Damit konnte er die zwölf Tage Ersatzhaft vermeiden und durfte weiterreisen.

Am Sonntagvormittag wurde ein 51-jähriger Düsseldorfer kontrolliert, der nach Tunis in Tunesien wollte. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Münster vor. Er war bereits im Februar 2026 zu sechs Monaten Haft verurteilt worden, weil er vorsätzlich ohne Führerschein gefahren war. Auch er wurde von der Bundespolizei festgenommen und an die Justiz übergeben.

Den Abschluss bildete ein 44-jähriger Belgier am Sonntagabend. Er wollte nach Istanbul fliegen, doch die Staatsanwaltschaft Aachen suchte ihn wegen Trunkenheit im Verkehr. Der Mann zahlte die Geldstrafe in Höhe von 720 Euro direkt am Flughafen. So konnte er die Ersatzfreiheitsstrafe von neun Tagen abwenden.

Ob und inwieweit es gegen die Männer weitere Verfahren gibt, klärt nun die Justiz. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Düsseldorf

Alle ansehen