Flensburg: Betrüger nutzen perfide Schockanrufe
Seit Dienstag, dem 28. Juli, häufen sich in Flensburg (Schleswig-Holstein) die Meldungen über sogenannte Schockanrufe. Auch am darauffolgenden Mittwoch kamen weitere Fälle bekannt. Die Betrüger gehen dabei sehr professionell vor und nutzen die Angst der Menschen aus.
Die Masche funktioniert immer ähnlich: Die Täter geben sich am Telefon als Polizisten oder Mitarbeiter der Justiz aus. Sie behaupten, ein Familienmitglied – etwa der Sohn oder die Tochter – habe bei einem Verkehrsunfall jemanden überfahren und getötet. Um eine drohende Haftstrafe zu verhindern, müsse sofort eine hohe Kaution gezahlt werden. Die Anrufer bauen massiven emotionalen Druck auf, damit die Opfer keine Zeit haben, in Ruhe nachzudenken.
Neben diesen Schockanrufen nutzen die Täter auch andere bekannte Tricks. So geben sie sich manchmal als Bankmitarbeiter aus oder wenden den klassischen Enkeltrick an. Da sie rhetorisch geschult sind und sehr glaubwürdig wirken, kann theoretisch jeder Mensch auf diese Lügen hereinfallen.
In den aktuellen Fällen in Flensburg sind die Betrüger jedoch erfolglos geblieben. Alle Angerufenen haben richtig reagiert. Sie haben die Gespräche entweder sofort beendet, kritisch nachgefragt oder direkt bei den Angehörigen angerufen, um die Geschichte zu prüfen.
Die Polizei rät nun allen Bürgern, auch mit Nachbarn, Freunden und älteren Verwandten über diese Maschen zu sprechen. Wenn man die Tricks kennt, fallen sie nicht mehr so leicht ins Gewicht. Wer solche Anrufe erhält, sollte sofort auflegen und die Angehörigen selbst kontaktieren.
Die Ermittlungen dauern an.