Esslingen am Neckar: So funktioniert die Verpflegung an Schulen
Wer an die Schulmensa in Esslingen am Neckar (Baden-Württemberg) denkt, sieht meist nur das Tablett mit dem Essen. Doch hinter den Kulissen läuft ein riesiger Apparat ab. Da immer mehr Ganztagsschulen entstehen, muss die Stadt sicherstellen, dass jedes Kind eine warme Mahlzeit bekommt. Mittlerweile gibt es an allen Schulen der Stadt eine Mittagsverpflegung. Ob in einer großen Mensa, einer kleinen Küche oder einem Betreuungsraum – das Essen ist überall vorhanden.
Da jede Schule anders gebaut ist, gibt es kein einheitliches System. An manchen Standorten wird das Essen warm geliefert und direkt verteilt. An den meisten Schulen kommen tiefgekühlte Zutaten an, die vor Ort schonend fertig gegart werden. Drei Schulen haben es ganz anders: Dort gibt es Selbstkochmensen. Hier kochen Elternvereine gemeinsam mit städtischen Mitarbeitern frisch für die Kinder. Eine Besonderheit ist die Waisenhofschule, denn deren Schüler essen in der Kantine der Stadtverwaltung.
Insgesamt 76 städtische Mitarbeiter und viele ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass der Betrieb läuft. Die Organisation gleicht einem Gastronomiebetrieb. Elf Mensaleitungen kümmern sich um Dienstpläne, Bestellungen und die Technik. Besonders wichtig sind die Hygienevorschriften. Deshalb gibt es regelmäßige Schulungen und unangekündigte Kontrollen durch die Lebensmittelüberwachung. Die Stadt sieht diese Prüfungen eher als Beratung, um die Abläufe zu verbessern.
Ein wichtiges Ziel ist es, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden. Die Mensaleitungen wissen genau, welche Gerichte bei den Kindern beliebt sind und welche nicht. So wird weniger weggeschmissen. Da die Stadt wächst und neue Familien in Neubaugebiete ziehen, steigt der Bedarf an Mittagessen weiter. Deshalb wird das Angebot ausgebaut. An der Eichendorffschule und der Pliensauschule sind bereits Erweiterungen geplant, um mehr Platz in den Mensen zu schaffen.