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Lenningen plant teure Rathaus-Sanierung und Internet-Ausbau

Der Gemeinderat hat wichtige Entscheidungen über Millionen-Projekte, die Kita-Gebühren und die Sanierung der Donntalbrücke getroffen.

Im Gemeinderat von Lenningen (Landkreis Esslingen, Baden-Württemberg) stehen große Baustellen an. Das teuerste Projekt ist die Sanierung des Rathauses in Oberlenningen inklusive des Verwaltungsanbaus. Die Kosten liegen aktuell bei rund 11,2 Millionen Euro. Die Gemeinde rechnet zwar mit etwa 3,2 Millionen Euro an Fördermitteln, muss aber trotzdem sparen. Architekten und Planer suchen deshalb nach Möglichkeiten, die Kosten zu drücken. Der Bauantrag soll im September eingereicht werden. Besonders eilig ist es beim Bauamt: Wegen Artenschutz-Vorgaben müssen die Abbruchsarbeiten dort bis Ende Februar 2027 weitgehend fertig sein.

Auch das Internet in den Ortsteilen Schopfloch, Gutenberg und Schlattstall soll besser werden. Die Stiegeler Internet Service GmbH hat den Zuschlag für den Bau und Betrieb eines Breitbandnetzes erhalten. Zuvor gab es eine europaweite Ausschreibung.

Einige Brücken und Anlagen im Ort müssen repariert werden. Die Donntalbrücke im Ortsteil Gutenberg hat Schäden am Gewölbe. Die Sanierung soll die Verkehrssicherheit wiederherstellen und kostet voraussichtlich rund 111.000 Euro. Außerdem wird das Pumpwerk Gutenberg modernisiert. Die Firma Hydro-Elektrik GmbH installiert dort eine neue Wasseraufbereitungsanlage für 483.353 Euro. Das Projekt wird teurer als geplant; es werden Mehrkosten von rund 70.000 Euro netto erwartet. Bis März 2027 soll die Anlage fertig sein.

Für die Eltern in Lenningen gibt es neue Nachrichten: Die Beiträge für die Kitas und die Schulkindbetreuung für das Jahr 2026/2027 wurden angepasst. Die Gemeinde braucht das Geld, da die Betriebskosten der Kitas extrem hoch sind. Zudem gibt es eine neue Regelung für die Betreuung: Diese endet künftig einheitlich spätestens um 16:00 Uhr. Grund dafür sind der Fachkräftemangel und sinkende Kinderzahlen.

In der Ortsmitte von Oberlenningen werden zudem neue Signalanlagen für 40.439,77 Euro von der Firma Yunex GmbH eingebaut. In Unterlenningen bekommt das Feuerwehrhaus sowie die Sporthalle eine Photovoltaikanlage der Firma Hartmann GmbH für 102.331 Euro. Die Installation soll im September oder Oktober 2026 starten.

Die finanzielle Lage der Gemeinde bleibt trotz stabiler Gewerbesteuer angespannt. Für das Jahr 2026 ist ein negatives Ergebnis von rund minus 2,54 Millionen Euro geplant. Die Verwaltung warnt, dass die Ausgaben in den nächsten Jahren weiter steigen werden.

Die nächste Sitzung des Gemeinderates findet am Dienstag, 22. September 2026 statt.

Quelle: Lenningen – zur Originalmeldung

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