Essen: Drogenhändler nach kurzer Flucht geschnappt
Am Montagnachmittag gegen 17:15 Uhr waren Beamten des Projektes S.I.E. in Essen (Nordrhein-Westfalen) in der Charlottenstraße unterwegs. Dabei sahen sie einen Mann, der gerade ein Café verließ. Er tauschte mit einem anderen Mann etwas aus, was nach einem typischen Handschlag beim Drogendeal aussah. Danach lief der 37-Jährige in Richtung Schreinerstraße.
Als der Mann bemerkte, dass die Polizisten ihn im Blick hatten, rannte er plötzlich los. Die Beamten konnten ihn jedoch schnell einholen, stoppen und festnehmen. In seiner Hand hielt er 35 Euro Bargeld. In einer Hosentasche fanden die Beamten zudem eine kleine Tüte mit Marihuana.
Damit sie herausfinden konnten, wer der Mann ist, brachten ihn die Polizisten auf die Wache. Dort passierte etwas Unerwartetes: Als die Beamten ankündigten, ihn genauer nach weiteren Drogen zu durchsuchen, gab der Mann freiwillig fünf weitere Tütchen mit Marihuana heraus. Insgesamt hatte er so 5,3 Gramm Marihuana bei sich.
Doch das war noch nicht alles. Bei der weiteren Durchsuchung fanden die Polizisten 23 kleine Beutel mit insgesamt etwa 5,86 Gramm Kokain sowie eine weitere Substanz mit rund 2,54 Gramm.
Die Staatsanwaltschaft Duisburg beantragte daraufhin eine Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen, die ein Richter des Amtsgerichts Mülheim genehmigte. Noch am selben Abend durchsuchten die Beamten die Wohnung. Dort fanden sie rund 2.640 Euro in bar und weitere 23,4 Gramm Marihuana.
Das Kriminalkommissariat ermittelt nun wegen des Verdachts des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.