Essen: Betrunkener Mann bedroht Zugbegleiter im ICE
Es begann am Morgen des 2. September im ICE 618 auf der Strecke von Köln nach Essen. Gegen 8 Uhr kam es bei einer Fahrkartenkontrolle zum Streit. Ein 45-jähriger Pole hatte kein gültiges Ticket dabei. Als der Zugbegleiter ihn darauf ansprach, reagierte der Mann aggressiv und drohte dem Mitarbeiter mit Gewalt.
Der Bahnmitarbeiter rief daraufhin die Bundespolizei in den Hauptbahnhof von Essen (Nordrhein-Westfalen). Die Beamten trafen vor Ort ein und nahmen den Mann mit auf die Wache, da er keine Ausweise bei sich hatte. Der Mann ist wohnungslos.
In der Polizeiwache eskalierte die Situation dann völlig. Der Mann wurde plötzlich aggressiv, baute sich bedrohlich auf und spuckte den Polizisten vor die Füße. Die Beamten mussten ihn zu Boden bringen und fesseln. Dabei wehrte sich der Mann massiv. Ein Polizist verletzte sich an diesem Kampf leicht am Arm, konnte seinen Dienst aber trotzdem fortsetzen.
Auch die Feststellung der Identität verlief schwierig, da der Mann sich gegen die Fingerabdruck-Scans wehrte. Die Polizisten setzten die Maßnahme jedoch durch. Währenddessen beschimpfte und bedrohte der Mann die Beamten immer wieder. Ein Atemalkoholtest zeigte später, dass der Mann stark betrunken war. Er hatte etwa 2,3 Promille im Blut.
Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, bekamen der Mann einen Platzverweis und wurde aus der Wache entlassen. Die Bundespolizei hat nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es geht um Bedrohung, Beleidigung, Widerstand gegen Beamte und das Erschleichen von Leistungen.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin – zur Originalmeldung