Erfurt öffnet Türen für Denkmaltage 2026
In Erfurt (Thüringen) starten am 8. September die 33. Denkmaltage. Unter dem Motto „Netzwerke – Orte verbinden“ öffnen rund 100 Gebäude und Anlagen ihre Türen. Das Programm ist riesig: Es gibt mehr als 150 Führungen, etwa 30 Ausstellungen sowie Konzerte, Lesungen und Filme. Besucher können so Orte sehen, die normalerweise verschlossen bleiben – von alten Kirchen und Wohnhäusern bis hin zu Industrieanlagen und aktuellen Baustellen.
Los geht es am 8. September um 18:30 Uhr in der Schottenkirche. Dort wird feierlich eröffnet, während gleichzeitig eine Ausstellung zu neuen Plänen für die Kirche gezeigt wird. Das Gebäude soll im nächsten Jahr nicht mehr für Gottesdienste genutzt werden und eventuell als ökumenische Jugendkirche neu starten. Damit wird ein wichtiges Thema der diesjährigen Tage angesprochen: Wie geht man mit alten Kirchengebäuden um, die man nicht mehr für den Gottesdienst braucht?
Auch für Familien und Aktive ist gesorgt. Es gibt eine Kirchenrallye in der Thomaskirche, kreative Workshops in der St.-Antonius-Kirche oder Familienführungen in der Zitadelle Petersberg. Wer sich bewegen will, kann beim Altstadtyoga in der Peterskirche mitmachen oder mit dem Fahrrad auf einer Tour den Spuren Hamburger Architekten aus den 1920er Jahren folgen. Wer hoch hinaus will, kann im Rahmen von „Erfordia Turrita“ verschiedene Kirchtürme besteigen.
Einige Orte öffnen ihre Türen zum ersten Mal oder bieten ganz besondere Einblicke. So gibt es in der Defensionskaserne auf dem Petersberg die Fläche „DEF.Inition“ zu sehen. Auf dem Rathausparkplatz kann man bei Führungen beobachten, was die Archäologen bei der Suche nach der zweiten jüdischen Gemeinde gefunden haben. Auch das Stadtarchiv lässt Besucher hinter die Kulissen blicken. Wer sich für Verkehr und Handel interessiert, kann einen Rundgang zu den Baustellen der Krämerbrücke machen oder einen Vortrag über die Nürnberger Geleitstraße besuchen.
Die Denkmaltage finden nicht nur in der Innenstadt statt. Auch in den Ortsteilen gibt es Angebote, etwa im Forsthaus Willrode, an der Heiligen Mühle oder in der ehemaligen Brauerei Deinhardt in Vieselbach. Zum Abschluss, am 13. September, haben die städtischen Museen freien Eintritt.
Das komplette Programm ist bereits online verfügbar oder kann ausgedruckt bei der Tourist Information am Benediktsplatz abgeholt werden. Für viele Führungen ist eine Anmeldung nötig.
Quelle: Erfurt – zur Originalmeldung