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Eppingen stoppt teuren Ausbau des Haltepunkts West

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Der Gemeinderat hat die Kostenbeteiligung für einen barrierefreien Bahnsteig abgelehnt. Zudem gibt es Neuigkeiten zu den Kindergartengebühren und dem Hallenbad.

In Eppingen (Baden-Württemberg) wird der Haltepunkt West vorerst nicht barrierefrei ausgebaut. Eigentlich wollte die AVG ab 2027 die Schieneninfrastruktur Richtung Karlsruhe sanieren. Dabei sollte auch der Bahnsteig in Eppingen-West um 17 Zentimeter erhöht werden, damit er besser zugänglich ist. Zuerst stimmte der Gemeinderat dem Plan zu, wollte aber genauere Zahlen zu den Kosten sehen.

Jetzt sind die neuen Zahlen da: Die Gesamtkosten stiegen von 2,6 Millionen auf 2,77 Millionen Euro. Das Land würde zwar etwa 1,8 Millionen Euro übernehmen, aber die Stadt und der Landkreis Heilbronn müssten zusammen rund 450.000 Euro zahlen. Der Gemeinderat hat dies nun mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Die Kosten seien für ein so kleines Projekt zu hoch, zumal die Finanzlage der Stadt aktuell angespannt ist. Außerdem wird der Haltepunkt West kaum genutzt, sodass ein großer Mehrwert nicht erkennbar sei. Der Ausbau ist damit auf unbestimmte Zeit verschoben.

Einige Erleichterungen gibt es hingegen für Eltern in den Kindergärten. Im Mai 2025 hatte der Gemeinderat die Gebühren für die Jahre 2026/2027 deutlich erhöht. Damals gab es noch keine offiziellen Empfehlungen der Kirchen und Landesverbände, weshalb die Stadt die Preise schätzte. Nun liegt der offizielle Landesrichtsatz vor. Die empfohlenen Beträge sind etwas niedriger als die Schätzung der Stadt. Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, die Gebühren nach unten anzupassen. Die Kosten steigen zwar immer noch, aber nicht so stark wie ursprünglich geplant.

Zuletzt gibt es einen neuen Versuch, Geld für das Hallenbad zu bekommen. Ein erster Antrag auf Sanierung wurde im April abgelehnt. Nun hat die Stadt eine neue Planungsskizze eingereicht, die sich vor allem auf die Barrierefreiheit konzentriert. Geplant sind ein Aufzug, eine neue Treppe am Haupteingang sowie ein Anbau mit Einzelumkleiden und barrierefreien Familienumkleiden. Die Kosten liegen bei etwa 6,6 Millionen Euro. Wenn der Antrag erfolgreich ist, könnte die Stadt einen Zuschuss von rund 3 Millionen Euro erhalten. Ob das Geld fließt, entscheidet der Haushaltsausschuss des Bundestages im September.

Quelle: Eppingen – zur Originalmeldung

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