Engelskirchen setzt Plan gegen Klimawandel um
In Engelskirchen (Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) ist das neue Klimaanpassungskonzept fertig. Die Gemeinde will damit besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet sein. Vor allem Hitzewellen, Dürre und heftiger Starkregen sollen in Zukunft weniger Probleme verursachen.
Insgesamt sind 26 verschiedene Maßnahmen geplant. Für sieben dieser Projekte gibt es Unterstützung aus einem Bundesprogramm für natürlichen Klimaschutz im ländlichen Raum. Dafür stehen rund 600.000 Euro zur Verfügung. Ein wichtiger Teil des Plans ist die Pflanzung von Bäumen, die gut mit dem veränderten Klima klarkommen. Diese sollen für mehr Schatten sorgen und die Luft kühlen.
Neben den Bäumen gibt es weitere Pläne: Schulhöfe, Spielplätze und Friedhöfe sollen entstiebelt und begrünt werden. Damit das Regenwasser nicht einfach abfließt, sollen Zisternen gebaut werden. So bleibt auch in trockenen Zeiten genug Wasser vorhanden. Außerdem will die Gemeinde Blühflächen pflegen, um mehr Insekten anzulocken, und ein Gewässer renaturieren.
Für Kinder soll es einen Naturerfahrungsraum und einen neuen Wald-Klima-Lehrpfad geben, damit sie spielerisch lernen, wie Naturschutz funktioniert.
Einige Schritte sind schon passiert. In den Ortsteilen Ründeroth und Osberghausen wurden bereits 27 klimafeste Bäume gepflanzt. Die Klimaanpassungsmanagerin Sabine Nockemann-Hammeran begleitet die Umsetzung fachlich. Ihre Stelle wurde mit Bundesmitteln bis 2028 verlängert.
Das vollständige Konzept steht ab sofort für alle Interessierten zum Abruf bereit.