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Engelskirchen: Lockvögel locken junge Männer in Hinterhalt

Zwei junge Männer wurden am Wochenende in Engelskirchen überlegt überrumpelt. Beide hatten sich über soziale Netzwerke mit Frauen verabredet, doch am Treffpunkt warteten Gruppen von Angreifern.

Am Samstagabend passierte es zuerst bei einem 27-Jährigen aus Gummersbach. Er hatte seit einigen Wochen über eine Social-Media-Plattform mit einer Frau geschrieben. Gegen 20:40 Uhr trafen sich die beiden in Engelskirchen (Oberbergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen) und fuhren gemeinsam zu einem Waldparkplatz in der Nähe des Oelchenweges.

Plötzlich schlug eine unbekannte Frau von außen gegen das Auto. Als der Mann ausstieg, packte ihn ein Unbekannter. Eine Gruppe von etwa sechs Menschen fing ihn ab und trat auf ihn ein. Einer der Angreifer richtete sogar eine Schusswaffe auf den Mann. Er konnte sich schließlich in sein Auto retten und flüchten. Seine Uhr und sein Handy waren weg.

Die Frau, mit der er sich verabredet hatte, war etwa 18 Jahre alt, rund 1,65 Meter groß, korpulent und hatte lange blonde Haare. Sie trug ein schwarzes Oberteil, eine schwarze Kapuzenjacke und eine hellgraue Hose. Eine weitere Frau in der Gruppe war etwa 20 bis 21 Jahre alt und circa 1,60 Meter groß. Die anderen Verdächtigen waren Männer zwischen 20 und 30 Jahren. Sie trugen dunkle Kleidung sowie schwarze und weiße Masken.

Nur einen Tag später, am Sonntag gegen 16 Uhr, erlebte ein 19-Jähriger aus Engelskirchen eine ähnliche Situation. Er hatte sich über soziale Medien mit einer vermeintlichen Frau am Spielplatz in der Hüttenstraße verabredet. Als er dort ankam, stürmten acht bis zehn männliche Jugendliche auf ihn zu. Sie schubsten und drängten ihn zu einer Hütte am Geh- und Radweg.

In der Hütte beschimpften die Jugendlichen den 19-Jährigen und schlugen und traten ihn. Dann nahmen sie ihm seine Geldbörse weg und warfen sie in den nahen Fluss. Zum Abschluss stießen sie auch den jungen Mann in das Wasser und verschwanden.

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die etwas mitbekommen haben. Hinweise kann man dem Kriminalkommissariat Wipperfürth unter der Telefonnummer 02261 8199-0 mitteilen.

Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis – zur Originalmeldung

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