Eisenberg plant neue Wärmeversorgung für die Zukunft
Viele Menschen in Eisenberg (Thüringen) fragen sich momentan, welche Heizung in Zukunft wirklich zukunftssicher ist. Da Erdgas und Heizöl immer mehr aus dem Spiel verschwinden, hat die Stadtverwaltung nun die sogenannte Kommunale Wärmeplanung gestartet. Das Ziel ist ein großer Plan für das gesamte Gemeindegebiet, der zeigt, wie die Stadt klimaneutral wird.
Die Stadt will damit vor allem den Hausbesitzern Sicherheit geben. Wer weiß, ob in seinem Viertel bald ein Fernwärmenetz entsteht, muss nicht blind in eine teure neue Heizung investieren, die vielleicht in wenigen Jahren schon wieder veraltet ist. Die Stadt unterteilt das Gebiet dafür in verschiedene Zonen und prüft für jede einzelne, welche Lösung am besten passt. Die Ergebnisse sollen später in einer digitalen Karte, einem sogenannten „Digitalen Zwilling“, für alle auf der Webseite einsehbar sein.
Um das Ganze professionell aufzuziehen, hat die Stadt die Firma BCC-ENERGIE GmbH aus Schkeuditz mit der Planung beauftragt. Zusammen mit den Stadtwerken Eisenberg, der Netzgesellschaft und anderen Experten wie Schornsteinfegern wird nun analysiert, wo Wärme herkommen kann. Dabei wird geschaut, ob man Abwärme aus der Industrie nutzen kann oder wo Solar- und Geothermie sinnvoll sind.
Aktuell befindet sich das Projekt in der ersten Phase. Die Stadt sammelt Daten darüber, wie viel Wärme momentan verbraucht wird und welche Heizungen in den Häusern stecken. Im November 2026 soll es dann eine erste Informationsveranstaltung für die Bürger geben, bei der die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse vorgestellt werden.
Der finale Plan soll bereits im ersten Halbjahr 2027 veröffentlicht werden. Im Juni 2027 sind zwei separate Termine geplant, um die Ergebnisse für das Stadtgebiet und die Gemeinden vorzustellen. Wichtig für alle Betroffenen: Der Plan ist erst einmal eine Orientierungshilfe und rechtlich nicht bindend. Er ist also keine Garantie, dass in jeder Straße sofort ein neues Wärmenetz gebaut wird.
Wer Fragen hat oder sich beraten lassen möchte, kann sich an Herrn Kluge im Amt für Bauen und Wirtschaftsförderung wenden (Telefon: 036691 / 73 485, E-Mail: [email protected]). Alternativ gibt es Beratungsangebote der Verbraucherzentrale Thüringen direkt in Eisenberg.
Quelle: Eisenberg – zur Originalmeldung