Eisenberg plant energetische Sanierung von zwei Stadtteilen
Die Stadt Eisenberg (Thüringen) will ihre Stadtteile moderner und energiesparender machen. Gemeinsam mit einem Planungsbüro hat die Stadt zwei sogenannte integrierte energetische Quartierskonzepte erstellt. Diese dienen als Leitfaden, um die Gebäude und die Energieversorgung in zwei bestimmten Bereichen fit für die Zukunft zu machen.
Untersucht wurden das gesamte Kursdorf sowie der Bereich Eisenberg-West. Letzterer liegt zwischen der Jenaer Straße, der Bieberacher Straße, den Zeilbäumen und der Saasaer Straße. Diese beiden Gebiete wurden ausgewählt, weil sie typisch für die verschiedenen Bauweisen in Eisenberg sind. Die Erfahrungen von dort sollen später auf die gesamte Stadt übertragen werden.
Bis September 2023 haben die Experten die Daten gesammelt. Mitarbeiter der Firma EnergieWerkStadt waren dabei in roten Westen in den Straßen unterwegs. Sie haben geschaut, welche Heizungen genutzt werden und wie die Häuser gebaut sind. Auch die lokalen Energieversorger und Wohnungsgesellschaften haben geholfen, den Energieverbrauch zu analysieren. Dabei wurde jedoch streng darauf geachtet, dass keine Daten einzelner Bewohner ausgewertet wurden.
Die Bürger konnten ebenfalls mitreden. Anfang 2023 gab es Umfragen, Workshops und Veranstaltungen, bei denen die Menschen vor Ort ihr Wissen einbringen konnten. Das Ergebnis ist ein Maßnahmenkatalog mit einem Fahrplan. Darin steht, wie die Treibhausgase reduziert werden können und wie die Lebensqualität in den Vierteln steigt.
Finanziert wurde das Vorhaben größtenteils durch das Land Thüringen. Die Stadt erhielt eine Förderung von 95 Prozent. Für das Konzept in Eisenberg-West flossen 131.000 Euro von der Thüringer Aufbaubank und der KfW, für Kursdorf waren es rund 68.000 Euro. Die Stadt selbst musste nur einen kleinen Teil der Kosten übernehmen.
Nun stehen die fertigen Konzepte fest und wurden vom Stadtrat beschlossen. Als nächster Schritt soll eine Anschlussförderung beantragt werden, damit die geplanten Maßnahmen so schnell wie möglich umgesetzt werden können.
Quelle: Eisenberg – zur Originalmeldung