Eisenberg plant neue Heizsysteme für die Zukunft
Viele Menschen in Eisenberg (Thüringen) wissen aktuell nicht genau, welche Heizung in Zukunft die richtige Wahl ist. Erdgas und Heizöl sind zwar noch weit verbreitet, sollen aber langfristig durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Deshalb startet die Stadt nun die sogenannte Kommunale Wärmeplanung.
Das Ziel ist ein strategischer Plan für das gesamte Gemeindegebiet. Dabei schauen die Verantwortlichen sowohl auf private Wohnhäuser als auch auf Gewerbegebäude und städtische Liegenschaften. Der Plan soll Orientierung bieten: In welchen Stadtteilen lohnt sich der Ausbau von Fernwärmenetzen und wo sind individuelle Lösungen wie Wärmepumpen sinnvoller. Damit die Hausbesitzer besser planen können, wann welche Investition wirtschaftlich ist, wird es eine digitale Karte geben, den sogenannten „Digitalen Zwilling“. Dort kann man später genau sehen, welche Optionen für die eigene Adresse gelten.
Die Stadt Eisenberg steuert den Prozess nicht allein. Sie arbeitet mit dem Amt für Bauen und Wirtschaftsförderung, dem Stadtmanagement, den Stadtwerken und der Netzgesellschaft zusammen. Auch Schornsteinfeger und Wohnungsunternehmen sind eingebunden. Für die fachliche Unterstützung hat die Stadt die Firma BCC-ENERGIE GmbH aus Schkeuditz beauftragt.
Der Zeitplan steht bereits: Im Mai 2026 ging es offiziell los. Momentan läuft die erste Phase, bei der genau analysiert wird, wie viel Wärme in der Stadt aktuell verbraucht wird und welche Anlagen bereits existieren. Danach folgt eine Potenzialanalyse, um zu prüfen, wie viel Energie etwa aus Wind, Sonne oder Biomasse genutzt werden kann. Im Juni 2027 will die Stadt den fertigen Plan vorstellen. Gesetzlich Zeit hätte die Stadt zwar bis Juni 2028, will aber schneller fertig werden.
Für die Bürger gibt es zwei wichtige Termine: Im November 2026 soll eine öffentliche Veranstaltung stattfinden, bei der die ersten Ergebnisse zur Bestandsanalyse präsentiert werden. Im Juni 2027 folgt dann die Vorstellung des finalen Plans in zwei separaten Terminen für das Stadtgebiet und die Gemeinden.
Wichtig für alle Eigentümer: Der Wärmeplan ist rechtlich unverbindlich. Er ist eine Orientierungshilfe, gibt aber keine Garantie, dass ein Wärmenetz zu einem bestimmten Zeitpunkt fertiggestellt wird.
Wer Fragen hat oder eine Beratung sucht, kann sich an die Verbraucherzentrale Thüringen in Eisenberg wenden oder direkt Kontakt zum Amt für Bauen und Wirtschaftsförderung aufnehmen. Zuständig ist dort Herr Kluge unter der Telefonnummer 036691 / 73 485 oder per E-Mail an [email protected].
Quelle: Eisenberg – zur Originalmeldung