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Eisenacher Lunchbox-Unternehmen liefert in ganz Europa

Copyright und Urheber siehe Eisenach

Oberbürgermeister Christoph Ihling besuchte im Rahmen seiner Sommertour die Firma divata. Das Unternehmen hinter dem 'bentoshop' entwickelt eigene Produkte und versendet sie von Eisenach aus in viele Länder.

Oberbürgermeister Christoph Ihling hat einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens divata geworfen. Die Firma betreibt den Onlineshop 'bentoshop' in den Räumen der ehemaligen Firma Mitec in der Eisenacher Rennbahn (Wartburgkreis, Thüringen). Dort trifft er auf Nadine Raßbach, die das Geschäft gemeinsam mit ihrer Partnerin Indra Trefzer aus Berlin führt.

Die Geschichte der beiden Frauen begann vor Jahren in Berlin. Damals waren beide frischgebackene Mütter und fingen klein an: Sie färbten Mulltücher bunt ein und verkauften diese an andere Mütter. Später spezialisierten sie sich auf alles, was man für Essen und Trinken unterwegs braucht. Vor allem Lunchboxen mit verschiedenen Fächern, die nach japanischem Vorbild (Bento) funktionieren, sind heute ein Renner. Damit sollen Einwegverpackungen im Büro, in der Schule oder im Kindergarten vermieden werden.

Inzwischen hat das Unternehmen eine eigene Marke namens LEKKABOX® auf den Markt gebracht. Die Ideen für die Boxen und Trinkflaschen entstehen direkt in Eisenach, auch mit Hilfe von 3D-Druck-Prototypen. Aktuell wird die Ware noch überwiegend in China produziert, da die Stückzahlen für eine Fertigung in Europa oft zu niedrig sind und es an flexiblen Partnern fehlt. Das Unternehmen wächst jedoch stetig und beliefert mittlerweile Händler in ganz Europa, zuletzt sogar bis nach Island.

Am Standort in Eisenach sind zehn Mitarbeiter beschäftigt, die sich um Lager und Versand kümmern. Besonders im Spätsommer, wenn die Schulen wieder starten, ist im Betrieb Hochbetrieb und es werden zusätzliche Aushilfen gebraucht. Wer die Produkte vor Ort sehen will, findet sie in den Geschäften „Die Murmel“ am Johannesplatz und „Zucker und Zimt“ am Markt.

Oberbürgermeister Ihling sieht Potenzial für eine Produktion in der Region. In Eisenach gibt es viele Metall- und Kunststofffirmen, die händeringend nach neuen Geschäftsfeldern suchen, um weniger abhängig von der Autoindustrie zu sein. Die städtische Wirtschaftsförderung will daher helfen, passende Partner in Thüringen zu finden. Zudem wurde das Team von divata zu einem Netzwerktreffen im Oktober ins Gründer- und Innovationszentrum Stedtfeld eingeladen, um weitere Kontakte zu knüpfen.

Quelle: Eisenach – zur Originalmeldung

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