Eisenach baut Radwege und neues Fahrradparkhaus
In Eisenach (Wartburgkreis, Thüringen) soll das Fahrrad im Alltag wichtiger werden. Deshalb setzt die Stadt derzeit mehrere Projekte um, um die Radwege sicherer zu machen und die Anbindung an Bus und Bahn zu verbessern.
Ein wichtiger Teil ist der Ausbau der sogenannten D4-Route, dem Mittelland-Radweg. Zwischen dem Sitz des Trink- und Abwasserverbandes (TAVEE) bei Stedtfeld und Hörschel wird ein Abschnitt von 785 Metern Länge neu gebaut. Der Weg wird 2,50 Meter breit. Damit die Radfahrer sicher unterwegs sind, kommen Geländer als Absturzsicherung zum Einsatz. Zudem wird ein Hang oberhalb des Hörsel-Ufers auf einer Länge von 243 Metern gesichert. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr gefördert.
Ein weiteres großes Vorhaben ist der sogenannte „EA-RADstern“. Das Ziel ist eine sternförmige Verbindung vom Hauptbahnhof und dem zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in alle Richtungen der Stadt. Zuerst geht es Richtung Hötzelsroda und Stockhausen. Die Bauarbeiten starten voraussichtlich im zweiten Quartal 2027. Zuerst wird der Weg vom Kreisverkehr bis nach Hötzelsroda neu gebaut, danach folgt die Sanierung in Richtung Stockhausen. Später kommen Verbindungen über Ziegelfeld und die Karolinenstraße in die Kernstadt hinzu. Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit unterstützt.
Direkt am ZOB entsteht zudem das „RAD-Rondell“. Hier wird das alte, leerstehende Fahrgastcenter wieder genutzt. Es entstehen rund 100 überdachte Fahrradstellplätze, zu denen einige auch zugangsbeschränkt sind. Auf der Grünfläche daneben wird ein Neubau mit Doppelstockparkern errichtet. Die Eröffnung ist für das zweite Quartal 2027 geplant. Auch hier hilft das Bundesministerium für Verkehr mit Geld.
Parallel zu den Baustellen läuft aktuell die Aktion Stadtradeln noch bis zum 20. September. Eisenach macht zum zehnten Mal mit. Das Ziel ist einfach: Jeder Kilometer zählt. Egal ob auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder beim Einkaufen – die Menschen sollen öfter aufs Rad steigen.
Quelle: Eisenach – zur Originalmeldung