Eisenach und Erfurt: Mann beschädigt ICE und führt Messer mit
Der Ärger begann heute Morgen im Hauptbahnhof von Eisenach (Wartburgkreis, Thüringen). Ein 27-Jähriger war zusammen mit einer Begleitperson in einem ICE unterwegs, besaß aber kein gültiges Ticket. Als der Zug hielt, setzten ihn die Bahnmitarbeiter vom Zug. Der Mann verließ den Wagen zwar, war aber offenbar wütend über den Rauswurf.
Kurz darauf bewarf er den ICE mit einem Stein. Dabei zersplitterte eine Scheibe des Zuges komplett. Die Bahn musste erst eine Behelfsreparatur durchführen, bevor der Schnellzug seine Fahrt fortsetzen konnte.
Später stieg der Mann in einen anderen Zug, um von Eisenach nach Erfurt zu gelangen. Doch auch diesmal hatte er kein Ticket. Ein Kundenbetreuer bemerkte zudem, dass ein Messer neben dem Fahrgast lag, und informierte die Beamten. Als der Zug im Hauptbahnhof von Erfurt (Thüringen) ankam, warteten Bundespolizisten bereits auf ihn.
Die Polizisten nahmen den Mann fest. Er hatte wohl etwas getrunken. Bei einer Durchsuchung fanden die Beamten ein Taschenmesser und ein Multifunktionswerkzeug, das ebenfalls eine Klinge hatte. Die Polizei nahm die Gegenstände an sich.
Jetzt muss der Mann mit mehreren Verfahren rechnen. Es geht um das Schwarzfahren in beiden Zügen, die Sachbeschädigung am ICE und einen Verstoß gegen das Waffengesetz. Wie hoch der Schaden an der zersplitterten Scheibe genau ist, kann man erst sagen, wenn der Zug repariert wurde.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Erfurt – zur Originalmeldung