Thüringen: Forstamt Bad Salzungen warnt vor Waldbränden
In ganz Thüringen herrscht aktuell eine erhöhte Waldbrandgefahr. Der Grund dafür sind die sommerlichen Temperaturen und die Tatsache, dass es lange Zeit kaum geregnet hat. Die Vegetation ist ausgetrocknet, wodurch Feuer viel leichter entstehen und sich schnell ausbreiten können.
Besonders gefährlich ist die Lage in Wäldern, die bereits durch Dürrejahre oder den Borkenkäfer geschädigt wurden. Dort liegen oft viele tote Holzreste am Boden. Wenn es dort brennt, ist das Feuer für die Retter kaum kalkulierbar und schwer zu löschen.
Das Forstamt Bad Salzungen (Wartburgkreis, Thüringen) erinnert deshalb an die wichtigsten Regeln: Offenes Feuer im Wald oder bis zu 100 Meter vor dem Waldrand ist streng verboten. Auch Rauchen im Wald ist untersagt. Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte sein Fahrzeug nicht auf trockenem Gras oder direkt auf dem Waldboden abstellen. Zudem müssen alle Waldwege frei bleiben, damit die Feuerwehr im Ernstfall schnell durchkommt.
Um auf solche Notfälle vorbereitet zu sein, gibt es seit 2024 eine spezielle Rufbereitschaft. Sobald die Waldbrandgefahrenstufe 3 erreicht wird, ist ein Experte des Forstamtes ständig erreichbar. Er berät die Einsatzleitung des Wartburgkreises und unterstützt die Feuerwehr fachlich bei der Brandbekämpfung.
Im Gebiet des Forstamtes Bad Salzungen gab es in diesem Jahr bereits drei Waldbrände. Diese konnten glücklicherweise schnell unter Kontrolle gebracht werden, bevor sie zu groß wurden. Thüringenweit gibt es jedoch bereits Brände mit erheblichem Ausmaß.
Ein wichtiger Punkt betrifft die Zeit nach dem Löschen: Die Brandwache, also das Überwachen der Glut, muss grundsätzlich der Waldeigentümer selbst organisieren. Wenn das Forstamt in Ausnahmefällen einspringt, stellt es diese Leistung dem Eigentümer in Rechnung.