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Einzelhandel in Hameln und Region im Wandel

Copyright und Urheber siehe Hameln

Eine neue Analyse zeigt: In der Region Hannover schließen viele kleine Läden, während die Versorgung mit Lebensmitteln stabil bleibt.

Im Einzelhandel tut sich viel, doch nicht immer im positiven Sinne. Ein neues Gutachten des „Konsensprojekts Großflächiger Einzelhandel 2025/2026“ zeigt, wie sehr sich das Einkaufen im erweiterten Wirtschaftsraum Hannover verändert hat. Die Firma CIMA aus Hannover hat dafür vom Kiosk bis zum Möbelhaus alles unter die Lupe genommen.

Die Zahlen sind deutlich: Seit 2016 ist die Zahl der Geschäfte in der gesamten Region um rund 20 Prozent gesunken. Die Verkaufsflächen sind ebenfalls zurückgegangen, wenn auch nur um etwa 7 Prozent. Das bedeutet vor allem, dass viele kleine Läden aufgeben mussten, während die großen Standorte ihre Position halten konnten.

Besonders betroffen sind Waren, die man nicht jeden Tag braucht, wie Kleidung, Schuhe, Elektronik oder Möbel. Hier drückt vor allem der Online-Handel. Die Menschen kaufen heute anders ein, vergleichen Preise im Netz und erwarten moderne Standorte. Wer hingegen Brot, Milch oder Drogerieartikel sucht, hat es in der Region weiterhin leicht – hier ist die Verkaufsfläche sogar leicht gewachsen.

Auch im Landkreis Hameln-Pyrmont (Niedersachsen) sieht man diesen Trend. Im Jahr 2025 gab es dort noch 774 Einzelhandelsbetriebe. Das klingt nach viel, ist aber ein enormer Einbruch: Im Vergleich zu 2016 ist die Zahl der Betriebe im Landkreis um rund 25 Prozent geschrumpft. Die Verkaufsfläche sank im selben Zeitraum um 15.000 Quadratmeter.

Ein Lichtblick ist die Stadt Hameln. Als Mittelzentrum zieht sie Menschen aus der ganzen Umgebung an. Die sogenannte Handelszentralität liegt hier bei 152 Prozent. Das heißt, in Hameln wird deutlich mehr Geld ausgegeben, als man allein aufgrund der Einwohnerzahl erwarten würde. Insgesamt ist die Versorgung im Landkreis stabil, da der rechnerische Umsatz von rund 520 Millionen Euro fast genau die Nachfrage der Bevölkerung deckt.

Die Stadt und die Gemeinden nutzen diese Daten nun für ihre Planung. Es geht darum, zu entscheiden, wo neue große Geschäfte hinkommen dürfen und wie man die Innenstädte attraktiver macht. Da Gastronomie, Kultur und Dienstleistungen immer wichtiger werden, müssen die Ortskerne heute mehr bieten als nur reine Einkaufsmöglichkeiten.

Das vollständige Gutachten kann unter www.netzwerk-ewh.de eingesehen werden.

Quelle: Hameln – zur Originalmeldung

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