Duisburg: Jugendliche nach wilder Fahrt in leerem Haus gefasst
Alles begann in der Nacht zu Dienstag (18. August) in Issum-Sevelen (Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen). Die Polizei wollte dort eine Routinekontrolle an einem Lada durchführen. Die Beamten bemerkten schnell, dass die Kennzeichen des Wagens gestohlen waren. Doch der Fahrer hielt nicht an.
Stattdessen gab der Fahrer Gas und raste mit hoher Geschwindigkeit davon. Er ignorierte rote Ampeln und schaltete sogar das Licht aus, um nicht gesehen zu werden. Dabei brachte er andere Autofahrer in Gefahr.
Kurz vor zwei Uhr morgens endete die Fahrt in Duisburg auf der Hochfeldstraße. Dort krachte der Lada voll gegen einen Stromverteilerkasten und riss ihn komplett aus der Verankerung. Als die Polizei am Unfallort eintraf, war das Auto beschädigt und der Schlüssel steckte noch im Zündschloss. Die Insassen waren bereits verschwunden. Eine Zeugin hatte beobachtet, wie vier Jugendliche vom Ort wegrannten.
Eine große Jagd begann. Polizisten aus Kleve und Duisburg sowie die Autobahnpolizei suchten das Gebiet ab. Sogar ein Hubschrauber und ein Polizeihund kamen zum Einsatz. Gegen 3:20 Uhr hörten die Beamten in der Wörthstraße verdächtige Geräusche aus einem leerstehenden Gebäude. Der Hund führte sie direkt zu einem Toilettenraum. Dort schlug das Tier lautstark vor den verschlossenen Kabinen an. Drei Jugendliche im Alter von 14, 16 und 17 Jahren öffneten schließlich die Türen und wurden festgenommen.
Die drei Jugendlichen kommen aus Dortmund. Da ihre Eltern sich weigerten, sie von der Wache abzuholen, wurden sie dem Jugendamt übergeben. Der Lada wurde von der Polizei sichergestellt.
Das Verkehrskommissariat der Polizei Kleve ermittelt nun. Es muss geklärt werden, wer genau am Steuer saß, wem das Auto gehört und woher die gestohlenen Kennzeichen kamen. Ob und inwieweit sich die Jugendlichen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.