Düren: Polizei nimmt gefährlichen Lkw-Pfusch stoppen
Gegen 11 Uhr am Freitag passierte ein Lkw die Bismarckstraße in Düren (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen). Den Beamten des Verkehrsdienstes fiel sofort auf, dass die Windschutzscheibe einen Riss hatte. Deshalb hielten sie den Wagen an, um ihn genauer zu prüfen.
Bei der Kontrolle kamen erschreckende Mängel zum Vorschein. Der Stabilisator der Hinterachse war komplett abgerissen. Damit der Lkw trotzdem fahren konnte, hatte jemand das Teil einfach mit einem Band hochgebunden. Dieser provisorische Pfusch war gefährlich, da er die Stabilität des Fahrzeugs massiv beeinträchtigte.
Um sicherzugehen, ließen die Polizisten den Lkw zu einer TÜV-Prüfstelle bringen. Die Experten dort fanden weitere Defekte: Die Feststellbremse funktionierte überhaupt nicht mehr. Zudem war der Rahmen an mehreren Stellen tief durchgerostet und der Motor verlor massiv Öl. Das Urteil der Prüfingenieure war eindeutig: Das Fahrzeug war nicht mehr verkehrssicher.
Besonders ärgerlich für die Polizei: Die Firma hinter dem Lkw war bereits im März dieses Jahres mit einem ähnlich schlechten Fahrzeug aufgefallen. Der jetzige Lkw sollte eigentlich der Ersatz für den Wagen sein, der im März aus dem Verkehr gezogen wurde.
Die Beamten ließen keine Gnade. Sie nahmen die HU-Plakette direkt vom Kennzeichen ab und untersagten die Weiterfahrt mit sofortiger Wirkung. Jetzt stehen der Fahrer und der Halter der Firma im Visier der Ermittler. Es besteht der Verdacht, dass das unsichere Fahrzeug absichtlich in Betrieb genommen wurde.
Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.