Dresden plant Sparmaßnahmen und höhere Gebühren
Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat den Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 in Dresden (Sachsen) vorgelegt. In den nächsten zwei Jahren will die Stadt jeweils rund 2,6 Milliarden Euro ausgeben. Trotz der schlechten Finanzlage sollen wichtige Projekte weiterlaufen. Dazu gehören die Carolabrücke, die Campusline, das Berthold-Brecht-Gymnasium, das BSZ Elektrotechnik sowie das Schwimmbad Klotzsche und neue Wohnungen.
Doch die Rechnung geht nicht auf. Die Stadt rechnet für 2027 mit einem Minus von 217,8 Millionen Euro. Im Jahr 2028 soll das Defizit sogar auf 370,4 Millionen Euro steigen. Ohne harte Maßnahmen würde das Loch bis 2031 auf 839,8 Millionen Euro anwachsen. Deshalb will die Stadt bis 2031 insgesamt rund 780 Millionen Euro einsparen oder einnehmen.
Der größte Teil der Ersparnisse soll aus der Verwaltung selbst kommen. Durch Digitalisierung, flachere Hierarchien und den Abbau von Stellen will die Stadt bis 2031 etwa 320 Millionen Euro sparen.
Das reicht jedoch nicht aus. Deshalb müssen die Bürger und Bewohner mehr bezahlen. Die Grundsteuer soll angehoben werden und auch die Parkgebühren steigen. Zudem werden die Elternbeiträge teurer. Die Stadt begründet dies damit, dass Bund und Länder den Kommunen viele Aufgaben übertragen haben, aber nicht genug Geld dafür bezahlen.
Jetzt können die Dresdner mitreden. Vom 4. September bis zum 23. September 2026 können Einwohner und Steuerzahler online unter www.dresden.de/haushalt Einwendungen gegen den Plan einreichen.
Zudem gibt es zwei Termine für Bürgerdialoge im Stadtforum Dresden in der Waisenhausstraße 14. Der erste Termin findet am 9. September 2026 von 17 bis 19.30 Uhr statt. Dort stellt Dirk Hilbert die Eckpunkte des Plans vor. Der zweite Dialog ist am 9. November 2026 zur gleichen Zeit geplant. Hier geht es darum, wie die Verwaltung auf die Kritik und die Einwendungen reagiert.
Am Ende entscheidet der Stadtrat über den Haushalt. Geplant ist dieser Beschluss für den 26. November 2026. Bis dahin beraten die Ausschüsse, die Stadtbezirksbeiräte und die Ortschaftsräte über den Entwurf.
Quelle: Dresden – zur Originalmeldung