Dresden: Mann im Blüherpark von Baum getroffen
Es war kurz nach fünf Uhr nachmittags, als die Feuerwehr in Dresden (Sachsen) den Notruf erhielt. Im Blüherpark war ein riesiger Baum mitsamt seinen Wurzeln umgekippt und blockierte einen Fußweg. Bei dem Sturz riss der Baum weitere Bäume mit sich, sodass in den Kronen gefährliche Äste hängen blieben.
Ein 31-jähriger Mann war zur falschen Zeit am falschen Ort. Er wurde von herabstürzenden Ästen getroffen und verletzt. Die Retter versorgten ihn vor Ort und brachten ihn dann in ein Krankenhaus.
Nach dem Unfall gab es ein Problem bei der Kommunikation: Der Verletzte konnte sich aufgrund einer Sprachbarriere und seines Zustands nicht klar äußern. Die Feuerwehr wusste daher nicht, ob er allein unterwegs war. Um sicherzugehen, dass keine weiteren Menschen unter dem Baum eingeklemmt waren, suchten die Einsatzkräfte den gesamten Bereich sorgfältig ab. Sie räumten Äste und Laub beiseite, fanden aber keine weiteren Opfer.
Insgesamt waren zwölf Leute von den Wachen Striesen und Altstadt im Einsatz. Ein Experte für Baumpflege prüfte, ob die anderen Bäume noch sicher stehen oder ob weitere Äste herunterfallen könnten. Die Polizei sperrte das Gebiet ab, bis die Gefahr gebannt war.
Dieser Vorfall ist kein Einzelfall. Seit dem 1. Juli musste die Feuerwehr in Dresden bereits zu 53 ähnlichen Einsätzen ausrücken, bei denen Bäume oder Äste stürzten. Im gesamten Vorjahr 2025 waren es insgesamt 134 solcher Fälle. Die Feuerwehr macht dies vor allem an Gewittern, Starkregen und Sturm fest, die besonders im Sommer oft vorkommen.
Die Feuerwehr warnt nun die Bürger: Bei Sturm sollten Parks und Wälder gemieden werden. Auch nach einem Unwetter bleibt es gefährlich, da lose Äste oft erst verzögert aus den Kronen fallen. Wer beschädigte Bäume sieht, soll den Bereich nicht betreten und die Einsatzkräfte informieren.