Dresden erhält Staatspreis für Ostflügel in Hellerau
Am Donnerstag, den 27. August 2026, gibt es für Dresden (Sachsen) einen Grund zum Feiern. Um 18.30 Uhr wird die Stadt im Rahmen des Sächsischen Staatspreises für Baukultur geehrt. In diesem Jahr ging es bei dem Wettbewerb um das Thema „Bauen im Spannungsfeld von Hightech und Lowtech“. Eine Jury aus sieben Leuten hat sich 34 Projekte angesehen. Zwei davon haben den Hauptpreis gewonnen, drei weitere erhielten eine Anerkennung.
Der Ostflügel in Hellerau gehört zu den Projekten, die eine Anerkennung bekommen haben. Damit verbunden ist ein Preisgeld von 5.000 Euro. Den Hauptpreis des Wettbewerbs gibt es in Höhe von 50.000 Euro. Die Auszeichnung nehmen Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, Leute vom Amt für Hochbau und Immobilienverwaltung sowie das Dresdner Architekturbüro heinlewischer entgegen.
Der Weg zu diesem Preis war lang. Vor 13 Jahren fing die Stadt an, das damals ruinöse Gebäude zu sichern und zu prüfen, ob man es überhaupt wieder nutzen kann. Im Oktober 2021 starteten dann die eigentlichen Bauarbeiten. Das Ziel war klar: Der Ostflügel sollte ein Zentrum für Proben und Residenzen des „HELLERAU – Europäischen Zentrums der Künste“ werden. Im Mai 2024 wurde das Gebäude übergeben, und im September 2025 wurde schließlich der Kleine Saal offiziell eröffnet.
Besonders schwierig war die Vorgeschichte des Hauses, da es während der NS-Zeit als SS-Polizeischule genutzt wurde. Die Planer haben es geschafft, die historische Substanz zu erhalten, aber das Gebäude für die moderne Kunst zu öffnen. So entstanden ein großes Foyer über mehrere Etagen sowie ein Probestudio und eine Studiobühne mit viel Raumhöhe. Ein Teil des Gebäudes erinnert heute als Gedenkstätte an die dunkle Vergangenheit.
Insgesamt kostete die Sanierung rund 13 Millionen Euro. Den Großteil davon haben der Bund und der Freistaat Sachsen übernommen, ein Teil kam aus der Stadtkasse. Der Staatspreis für Baukultur wird bereits zum 20. Mal verliehen und wird vom sächsischen Infrastrukturministerium zusammen mit den Architekten- und Ingenieurkammern ausgelobt.
Quelle: Dresden – zur Originalmeldung