Dresden hilft Bürgern mit Karte für kühle Orte
In Dresden (Sachsen) ist es aktuell wieder extrem heiß. Die Temperaturen liegen über 30 Grad, in diesem Sommer gab es sogar Spitzenwerte bis zu 40 Grad. Auch die Nächte bleiben oft warm, was vor allem für alte Menschen, Kranke oder Obdachlose eine große Belastung ist. Jeder fünfte Dresdner fühlt sich durch die Hitze stark beeinträchtigt.
Um den Menschen zu helfen, hat die Stadt eine Karte mit sogenannten Kühle-Orten erstellt. Die Bürger haben selbst mitgeholfen und Vorschläge gemacht. Insgesamt sind über 50 Standorte zusammengekommen. Dazu gehören zum Beispiel Museen, Friedhöfe, die Heide und der Botanische Garten. Die Agentur GreenAdapt hat diese Orte geprüft.
Auf der Karte sind Plätze im Freien, Gebäude und Bereiche am Wasser eingetragen, wo es spürbar kühler ist als drumherum. Die Liste enthält auch praktische Angebote für den Sommer: In der Altstadt und der Neustadt gibt es mobile Trinkwasserbrunnen mit Nebeldüsen. Außerdem sind die lebendige Seestraße, die Pfarrgasse und die Schulfreifläche des Gymnasiums Dresden-Plauen verzeichnet.
Wer Wasser braucht, kann auf der Karte nach Stationen suchen, an denen man kostenlos Flaschen auffüllen kann. Diese sind mit einem blauen Tropfen markiert. Da einige Orte nur zu bestimmten Öffnungszeiten zugänglich sind, hilft die Karte dabei, den Besuch zu planen. Finanziert wurde das Ganze durch das europäische Projekt Time2Adapt.
Aktuell arbeitet das Amt für Geodaten und Kataster daran, die Standorte in den offiziellen Themenstadtplan der Stadt einzutragen. Dies soll im August geschehen. Die Karte wird in Zukunft fortlaufend aktualisiert.
Wer die Liste nutzen möchte, findet sie online unter www.dresden.de/kuehle-orte. Weitere Tipps gegen die Hitze gibt es unter www.dresden.de/hitzeportal.
Quelle: Dresden – zur Originalmeldung