Dortmund plant neuen Anbau für Phoenix-Gymnasium
Das Phoenix-Gymnasium in Dortmund-Hörde (Nordrhein-Westfalen) bekommt mehr Platz. Die Schule soll von vier auf fünf Züge erweitert werden. Außerdem gibt es durch die Rückkehr zum neunjährigen Bildungsgang (G9) mehr Bedarf an Räumen. Bisher musste die Stadt mit mobilen Containern aushelfen, doch die waren nur eine Notlösung. Jetzt soll ein richtiges Gebäude her, das auch optisch zum Stadteingang von Hörde passt.
Um die beste Lösung zu finden, gab es einen Wettbewerb. Ganze 250 Planungsbüros hatten sich beworben. Am Ende wurden 15 ausgelost, von denen 14 einen Entwurf einreichten. Eine Jury aus Experten und Politikern hat die Pläne am 15. Juli bewertet und die drei besten Entwürfe ausgewählt.
Den ersten Platz belegten Feja + Kemper Architekten aus Recklinghausen und reSET_land aus München. Ihr Plan sieht vor, den Neubau direkt mit der Dreifachsporthalle zu verbinden. So gibt es einen gemeinsamen Eingang. Besonders gefällt der Jury ein offenes Forum zur Faßstraße, was vor allem Schülern hilft, die mit dem Bus oder der Bahn kommen. Zudem ist eine Terrasse zur Emscher geplant, die als Lernort im Freien dienen soll. Auch der Schulhof wird grüner und bekommt mehr Bäume.
Auf dem zweiten Platz landeten caspar.schmitzmorkramer aus Köln und studio grüngrau aus Düsseldorf. Ihr Entwurf ist ein vierstöckiges Gebäude mit viel Glas und einer großen Dachterrasse. Kritik gab es hier allerdings an den Außenflächen, die zu stark versiegelt seien und wo der Autoverkehr am Vorplatz störe.
Den dritten Platz belegten PBA Peter Bastian Architekten und Kemming Landschaftsarchitektur aus Münster. Sie planten einen kompakten fünfstöckigen Bau, der sehr wirtschaftlich und nachhaltig ist. Auch hier kritisierte die Jury jedoch die Parkplätze am Vorplatz und fand einige Bereiche im Gebäude zu eng.
Wer sich die Pläne ansehen will, kann das bis zum 21. August tun. Die Ausstellung ist im Studieninstitut Ruhr am Königswall 25-27 in Dortmund. Von Montag bis Donnerstag ist sie von 7 bis 15:30 Uhr geöffnet, freitags von 7 bis 13 Uhr.
Wie es nun weitergeht, klärt die Stadt. Der Fachbereich Liegenschaften bereitet gerade einen Beschluss für den Stadtrat vor. Wenn dieser durch ist, beginnen die Verhandlungen mit den drei Gewinner-Büros. Dabei geht es vor allem darum, die Kritikpunkte der Jury zu beheben und die Kosten sowie den Zeitplan festzulegen.
Quelle: Dortmund – zur Originalmeldung