Dortmund: Jugendliche aus acht Ländern besuchen Polizei
In Dortmund (Nordrhein-Westfalen) kamen am Donnerstag 42 Jugendliche und junge Erwachsene zusammen. Sie kommen aus acht verschiedenen Ländern: Deutschland, der Türkei, Spanien, Italien, Bulgarien, Nordmazedonien, Tschechien und Polen. Die Gruppe nimmt vom 3. bis zum 12. August an einer internationalen Jugendbegegnung teil, die durch das Erasmus-Programm der Europäischen Union gefördert wird.
Ein wichtiger Teil des Programms war der Besuch im Polizeipräsidium. Dort begrüßte Polizeipräsident Tim Frommeyer die Gäste. Insgesamt sechs Stunden lang tauschten sich die Jugendlichen mit den Beamten aus. Dabei ging es vor allem darum, welche Aufgaben die Polizei in einem demokratischen Staat hat. Die Beamten erklärten das Grundgesetz und den Diensteid der Polizei in Nordrhein-Westfalen. Sie machten deutlich, dass die Polizei für alle Menschen da ist, egal woher sie kommen, welche Religion sie haben oder welche Hautfarbe sie tragen.
Die Gespräche waren intensiv. Die jungen Leute und die Polizisten diskutierten über wichtige Werte und aktuelle Gefahren für die Demokratie. Dabei wurde viel gelacht, aber es gab auch kritische Momente, die die Teilnehmer zum Nachdenken brachten. Einige Jugendliche gaben offen zu, dass sie früher Angst vor der Polizei hatten oder in ihren Heimatländern kaum Kontakt zu Beamten hatten. Durch den Tag in Dortmund konnten viele dieser Vorbehalte abgebaut werden.
Für das Programm im Präsidium waren Polizeihauptkommissarin Deniza Iordanova und Peter Bandermann zuständig. Letzterer arbeitet als Referent für Polizei und Gesellschaft. Möglich wurde dieser Besuch durch den Verein Kamerunischer Ingenieure und Informatiker Ruhrbezirk (VK II). Dieser Verein ist Teil einer Kooperation zwischen der Polizei und 18 Organisationen aus der Dortmunder Stadtgesellschaft. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, mehr Vertrauen und Transparenz zwischen der Polizei und den Bürgern zu schaffen.
Oğuz Kalaycı, der Sprecher des Jugendbeirats der Nationalen Agentur "Jugend für Europa", betonte, dass die Jugendlichen sich bei den Gesprächen ernst genommen gefühlt hätten. Ein Dortmunder koordinierte den gesamten Besuch in der Stadt. Die Polizei hofft, dass solche Dialoge das Vertrauensverhältnis langfristig verbessern.