Dortmund: Flucht vor der Polizei mit Unfall endete im Krankenhaus
Gegen 20:15 Uhr am Montag (10. August) bemerkte ein Streifenwagen der Polizei einen VW Touran auf der Brackeler Straße in Dortmund (Nordrhein-Westfalen), der in Richtung Asseln fuhr. Als der Fahrer die Beamten sah, bog er sofort an der Ausfahrt Brackel ab. An der Ampelkreuzung zur Flughafenstraße fuhren die Polizisten neben den Wagen und forderten den Fahrer zu einer Kontrolle auf.
Der 31-jährige Libanese, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat, ignorierte die Anweisungen jedoch. Er bog rechts in die Flughafenstraße ab und beschleunigte so stark, dass die Polizei nicht mehr nah genug herankam. Die Beamten konnten jedoch beobachten, wie der VW in den Kaldehofweg und später in die Straße Am Westheck sowie in die Kühlingstraße bog.
In einer Kurve auf der Höhe der Hausnummer 20 verlor der Mann schließlich die Kontrolle über den Wagen. Er krachte in einen geparkten Peugeot, schleuderte weiter und kam erst vor einer Laterne zum Stehen. Während der 21-jährige Beifahrer aus Lünen im Auto sitzen blieb, versuchte der Fahrer, zu Fuß zu flüchten. Er schaffte jedoch nur einen kurzen Sprint, stolperte und stürzte.
Obwohl der Mann den Unfall selbst unverletzt überstanden hatte, verletzte er sich bei dem Sturz. Ein Rettungswagen brachte ihn zur Behandlung in ein Krankenhaus. Dort gab der Mann zu, dass er zuvor Drogen konsumiert hatte. Zudem besaß er keinen gültigen Führerschein. Ein Arzt entnahm ihm eine Blutprobe, und die Polizei nahm den VW sicher. Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf etwa 6.200 Euro geschätzt.
Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Er muss mit Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter Drogeneinfluss und eines verbotenen Einzelrennens rechnen. Auch die Halterin des Autos wird vermutlich eine Anzeige erhalten. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.