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Dortmund: Große Kanalbaustelle in der Kampstraße

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Ab September wird in der Dortmunder City ein über 130 Jahre alter Kanal ersetzt. Die Stadt setzt auf eine Wanderbaustelle, um den Verkehr so wenig wie möglich zu stören.

In der Kampstraße (Dortmund, Nordrhein-Westfalen) wird es bald unruhig. Der alte Abwasserkanal ist nach mehr als 130 Jahren einfach am Ende. Damit das Abwasser auch in Zukunft zuverlässig abfließt, baut die Stadtentwässerung das System komplett neu. Die Firma beginnt am Montag, den 7. September, mit dem Aufbau der Baustelle. Richtig los geht es mit den Arbeiten dann am 14. September.

Die Baustelle erstreckt sich von der Brückstraße und dem Platz von Leeds im Osten bis hin zum Westfalenforum im Westen. Damit die City nicht komplett dichtgemacht wird, gibt es eine sogenannte Wanderbaustelle. Das bedeutet: Die Baugruben sind maximal 20 Meter lang und ziehen sich nach und nach durch die Straße. Zuerst wird am südlichen Strang gearbeitet, wobei die Gruben bis zu vier Meter tief sein können. So können Rettungswagen immer noch durchkommen und der Betrieb in der Straße läuft weiter.

Insgesamt dauert die Bauzeit etwa neun Monate. Eine Pause gibt es jedoch für die Weihnachtszeit: Von November bis Januar ruhen die Arbeiten voraussichtlich komplett. Die Stadt warnt allerdings, dass schlechtes Wetter oder alte Funde im Boden die Zeit verlängern könnten. Da es in der Innenstadt oft archäologische Funde gibt, begleiten Fachleute die Grabungen.

Auch oberirdisch gibt es Änderungen. Acht junge Bäume mussten weichen, wurden aber nicht gefällt. Das Grünflächenamt hat sie vorsichtig ausgegraben und im Stadtbezirk Mengede wieder eingepflanzt. Zudem werden alte Betonplatten auf der Südseite entfernt, um den Weg für die geplante Neugestaltung der Straße, den sogenannten „RE:START Kampstraße“, frei zu machen.

Für die Menschen vor Ort gibt es verschiedene Regelungen. Die Stadt spricht mit den Ladenbesitzern über die Anlieferung, und Anwohner bekommen einen Infoflyer. Fußgänger und Radfahrer können die Straße weiterhin nutzen, und die Krüger-Passage bleibt offen. Nur die Zufahrt zur Parkgarage westlich vom Modehaus P&C muss zeitweise gesperrt werden.

Parallel zu den Kanalarbeiten geht die Planung für das neue Gesicht der Kampstraße voran. Am 30. September stellt die Stadt im Rathaus die Pläne für die Umgestaltung zwischen der Petri- und der Reinoldikirche öffentlich vor.

Quelle: Dortmund – zur Originalmeldung

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