Dortmund: Feuerwehr testet High-Tech-System für Brandorte
Wenn es brennt, ist die Sicht oft gleich null. Dicker Rauch und Hitze machen es den Feuerwehrleuten schwer, sich in Gebäuden zurechtzufinden. Wenn dann ein Kollege in Not gerät, zählt jede Sekunde. Um genau hier anzusetzen, wurde im Projekt „CELIDON-PRO“ eine neue Technik entwickelt.
Am Donnerstag, den 9. Juli, wurde das System im Ausbildungszentrum der Feuerwehr in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) im Stadtteil Eving vorgestellt. Die Technik kombiniert eine sehr genaue Funkortung mit einem kleinen Bildschirm, der direkt in die Atemschutzmaske eingebaut wird. Über diese Anzeige sehen die Retter Informationen in einer Art erweiterten Realität (Augmented Reality). So wissen sie auch im tiefsten Rauch, wo sich ihre Teammitglieder gerade befinden.
Um das Ganze zu beweisen, ging ein zwei Mann starker Trupp in eine verrauchte Wohnung in einem Trainingsgebäude. Die Demonstration zeigte deutlich: Mit dem neuen System lassen sich verunfallte Einsatzkräfte viel schneller und gezielter finden als bisher.
An dem Projekt waren neben der Feuerwehr Dortmund auch die Firma Dräger, die TU Dortmund, die Westsächsische Hochschule Zwickau und das Institut der Feuerwehr NRW beteiligt. Gefördert wurde die Entwicklung vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Jetzt geht es in die nächste Phase. Der Prototyp soll anderen Anwendern für weitere Tests zur Verfügung gestellt werden. Die Partner wollen prüfen, was noch verbessert werden muss, bevor die Technik irgendwann im echten Einsatzalltag zum Einsatz kommen kann.
Quelle: Dortmund – zur Originalmeldung