Dormagen: Tankschiff bleibt im Rhein stecken
Es war kurz nach halb sechs Uhr am Sonntagmorgen, als es auf dem Rhein (Kilometer 710,6) bei Dormagen (Rhein-Kreis Neuss, Nordrhein-Westfalen) zu dem Vorfall kam. Ein 35-jähriger Schiffsführer aus den Niederlanden hatte zuvor an der Verladestation im Hafen 308 Tonnen Natronlauge auf sein Tankmotorschiff geladen. Er wollte das Schiff nun über Backbord drehen, um die Fahrt in Richtung Rotterdam fortzusetzen.
Doch beim Manöver griff die Strömung ein. Das Schiff trieb in Richtung des rechten Ufers ab. Da der Wasserstand im Rhein aktuell sehr niedrig ist, berührte das Schiff schließlich den Grund und blieb dort stecken.
Der Kapitän handelte schnell und sprach sich mit dem Wasserschifffahrtsamt Köln ab. Er pumpte die Ladung aus den vorderen Tanks nach hinten. Dadurch hob sich der Bug des Schiffes an, sodass es sich ohne fremde Hilfe wieder befreien konnte. Später nahm die Wasserschutzpolizei Köln den Vorfall im Hafen Niehl auf.
Glücklicherweise gab es weder Menschen noch Sachschäden. Auch die Umwelt blieb verschont, da keine Lauge aus den Tanks austrat. Auffällig ist, dass es an genau dieser Stelle bereits eine Woche zuvor passiert ist. Damals blieb ebenfalls ein Tankmotorschiff hängen, weshalb die Schifffahrt für etwa 15 Minuten gesperrt werden musste, um das Schiff wieder wegzudrehen.
Die Ermittlungen dauern an.