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Dorfprozelten: Landratsamt warnt vor extremer Wasserknappheit

Wegen großer Hitze und Trockenheit sinken die Grundwasserstände im Landkreis Miltenberg massiv. Das Landratsamt fordert nun alle Bürger auf, extrem sparsam mit Wasser umzugehen.

In Dorfprozelten (Landkreis Miltenberg, Bayern) und der gesamten Region herrscht eine kritische Lage bei den Wasserreserven. Lange Zeit hat es kaum geregnet und die Temperaturen waren sehr hoch. Das hat Folgen für die Natur: Die Grundwasser-Messstellen im oberen Bereich zeigen niedrige Werte. Bei der Hälfte dieser Stellen ist die Lage sogar sehr kritisch.

Besonders schlimm sieht es bei den kleinen Bächen und Flüssen aus, nur der Main ist kaum betroffen. Viele Gewässer führen kaum noch Wasser, einige Abschnitte sind sogar komplett ausgetrocknet. Weil das wenige Wasser zudem sehr warm wird und kaum noch Sauerstoff enthält, sterben Fische und Pflanzen ab.

Die Zahlen belegen die Dürre: In den letzten 90 Tagen fiel nur etwa 30 bis 45 Prozent der Regenmenge, die normalerweise in diesem Zeitraum fällt (Vergleichszeitraum 1961 bis 1990). Das ist teilweise sogar weniger als in den extremen Trockenjahren 1976 und 2003. Eine Besserung ist erst bei anhaltendem, starken Regen zu erwarten, doch solche Niederschläge stehen derzeit nicht in Aussicht.

Das Landratsamt Miltenberg bittet deshalb die Menschen, Wasser nur noch sparsam zu nutzen. Wer Sportplätze oder öffentliche Flächen mitten am Tag bei großer Hitze wässert, handelt unverantwortlich, da das Wasser sofort verdunstet. Auch private Rasenflächen sollten nicht mehr gegossen, Pools nicht befüllt und Autos nicht gewaschen werden. Wer unbedingt gießen muss, sollte dies nur zwischen 18 Uhr abends und 10 Uhr morgens tun.

Besonders strenge Regeln gelten für die Entnahme von Wasser aus Bächen und Flüssen. Erlaubt ist nur das Schöpfen mit Eimern oder Gießkannen sowie geringe Mengen für das Vieh oder den häuslichen Bedarf in der Landwirtschaft. Das gilt nur, wenn das Gewässer dadurch nicht stark beschädigt wird.

Das Abpumpen von Wasser mit Pumpen ist ohne Genehmigung verboten. Wer dagegen verstößt, riskiert ein empfindliches Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Das Landratsamt und das Wasserwirtschaftsamt führen stichprobenartige Kontrollen durch. Wer eine Genehmigung hat, muss die darin festgelegten Auflagen genau einhalten.

Quelle: Dorfprozelten – zur Originalmeldung

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