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Donauwörth: Defibrillator am Friedhof installiert

Im Notfall besser gerüstet: Im Donauwörther Friedhof hängt jetzt ein Defibrillator Foto: M. Zeitler

Ab sofort gibt es am städtischen Friedhof ein Gerät, das bei einem Herzstillstand Leben retten kann. Ein Mitarbeiter aus der Friedhofspflege weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig schnelle Hilfe ist.

Wer am städtischen Friedhof in Donauwörth (Landkreis Donau-Ries, Bayern) einen medizinischen Notfall hat, ist nun besser abgesichert. Die Stadt hat dort einen sogenannten Defibrillator installiert. Das Gerät hängt an der Wand der Friedhofsbetriebshalle, direkt neben den Toiletten. Jeder kann rund um die Uhr darauf zugreifen.

Für Roland Pachner, der in der Friedhofspflege arbeitet, ist das Thema sehr persönlich. Im letzten Jahr erlitt er einen schweren Herzinfarkt. Nur weil seine Kollegen sofort reagierten und mit der Wiederbelebung begannen, überlebte er den Vorfall. Deshalb hat er sich auch stark dafür eingesetzt, dass das Gerät angeschafft wird.

Der Defibrillator ist so gebaut, dass ihn jeder bedienen kann, auch wenn man keine medizinische Ausbildung hat. Das Gerät spricht mit dem Helfer und erklärt Schritt für Schritt, was zu tun ist. Zudem analysiert die Technik den Herzrhythmus selbstständig. Einen Stromstoß gibt das Gerät nur ab, wenn es wirklich nötig ist. So kann niemand aus Versehen einen Fehler machen.

Die Anschaffung erfolgte über die Initiative „Herzsicher“ der Björn Steiger Stiftung und der Deutschen Herzstiftung. Ziel ist es, mehr solcher Geräte im öffentlichen Raum zu verteilen, um die Überlebenschancen bei einem Herzstillstand zu erhöhen. Experten sagen, dass die Überlebensrate mit einem Defibrillator auf 50 bis 70 Prozent steigen kann.

Damit im Ernstfall alles glatt läuft, wurden die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung sowie die Leute vom Bestattungsdienst Ordemann GmbH bereits geschult. Sie wissen nun genau, wie sie das Gerät einsetzen müssen.

Quelle: Donauwörth – zur Originalmeldung

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