Dietenheim verbietet Treffen der Tuning-Szene
In Dietenheim (Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg) hat die Stadtverwaltung eine klare Ansage an die Tuning- und Poser-Szene gemacht. Mit einer offiziellen Anordnung werden Treffen dieser Gruppen im gesamten Stadtgebiet verboten. Das gilt sowohl für öffentliche Plätze als auch für privates Gelände.
Besonders deutlich wird das Verbot bei konkreten Terminen. So waren beispielsweise Treffen vom 3. April 2026 ab 6 Uhr morgens bis zum 5. April um 6 Uhr untersagt. Auch im Juli gab es ähnliche Verbote, etwa für die Zeit vom 17. bis zum 19. Juli 2026. Die Stadt definiert die Tuning-Szene als Fahrer, deren Autos technisch verändert wurden – etwa am Auspuff, Motor oder Fahrwerk. Als Poser gelten jene, die ihre Wagen verkehrswidrig zur Selbstdarstellung präsentieren. Sobald mehr als fünf solcher Fahrzeuge zusammenkommen, gilt dies als verbotenes Treffen.
Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit harten Konsequenzen rechnen. Wenn Fahrer nicht innerhalb von zehn Minuten auffordern, den Ort zu verlassen, oder erneut gegen das Verbot verstoßen, lassen die Behörden das Auto abschleppen. Das kostet die Besitzer mindestens 350 Euro plus die Gebühren für die Verwahrung.
Zudem werden die Fahrzeuge beschlagnahmt. Die Besitzer bekommen ihr Auto erst zurück, wenn sie alle Kosten bezahlt haben und die Technik des Wagens für den Straßenverkehr sicher ist.
Ob die Verbote die Lärmbelästigung in der Stadt dauerhaft senken, bleibt abzuwarten. Die Ermittlungen und Kontrollen der Ortspolizeibehörde dauern an.
Quelle: Dietenheim – zur Originalmeldung