Die Geschichte hinter der Standuhr im Rathaus von Birkenau
Wer das Rathaus in Birkenau (Landkreis Mosbach) besucht, kommt an der Standuhr vor dem Zimmer des Bürgermeisters kaum vorbei. Das Möbelstück ist mehr als nur eine Dekoration, denn es ist mit einer besonderen Geschichte aus der Vergangenheit der Gemeinde verbunden.
Alles begann während des Zweiten Weltkriegs. Damals war die freiwillige Feuerwehr, die bereits 1895 gegründet worden war, stark geschwächt. Viele Feuerwehrleute waren aufgrund der allgemeinen Wehrpflicht von 1936 zur zwei Jahre dauernden Ausbildung bei der Wehrmacht. Trotz der dünnen Reihen konnte die Feuerwehr in der Gemeinde in dieser Zeit zwei Brände bewältigen.
Einer dieser Einsätze führte die Retter am 13. Juli 1941 in die Wilhelmsstraße bzw. Ringstraße. Dort brannte es in einem Wohnhaus, dem Anwesen Leonhard. In der betroffenen Wohnung lebte eine Engländerin, die alleine wohnte.
Die Frau war so dankbar für die schnelle Hilfe der Feuerwehr, dass sie der Gemeinde als Geschenk die edle Standuhr überließ. Heute steht die Uhr im ersten Obergeschoss der Gemeindeverwaltung.
Bekannt wurde die Geschichte durch das Ehepaar Johannes und Hilde Leonhard. Die Mutter von Herrn Leonhard war damals die Vermieterin der Frau, die die Uhr spendete.
Quelle: Birkenau – zur Originalmeldung