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Dessau-Roßlau: Geflüchteter am Hauptbahnhof festgenommen

Ein 42-jähriger Mann wurde am Sonntag am Dessauer Hauptbahnhof von der Bundespolizei geschnappt. Gegen ihn lief ein Haftbefehl aus Leipzig.

Am Sonntag, den 23. August 2026, kontrollierten Beamte der Bundespolizei gegen 17:05 Uhr einen 42-jährigen Mann am Hauptbahnhof in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt). Als die Polizisten seine Personalien im System überprüften, kam schnell heraus, dass der Deutsche gesucht wurde.

Die Geschichte dazu begann bereits im August 2025. Das Amtsgericht Leipzig hatte den Mann damals wegen des Erschleichens von Leistungen verurteilt. Er sollte eine Geldstrafe von 400 Euro zahlen. Da er das Geld nicht bezahlte und auch nicht zur Polizei ging, wurde er zur Ersatzhaft verurteilt. Weil er untergetaucht war und niemand wusste, wo er wohnt, erließ die Staatsanwaltschaft Leipzig im April 2026 einen Haftbefehl.

Die Beamten am Bahnhof informierten den Mann über den Haftbefehl und nahmen ihn sofort fest. Sie brachten ihn in das Bundespolizeirevier direkt am Hauptbahnhof. Dort hatte der Verurteilte die Chance, die 400 Euro noch zu zahlen, um die Haft zu vermeiden. Das Geld hatte er jedoch nicht dabei oder nicht auf dem Konto.

Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, wurde der Mann in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Dort muss er nun seine 25-tägige Haftstrafe absitzen. Die Bundespolizei hat die Behörden in Leipzig über die Festnahme informiert.

Ob es gegen den Mann noch weitere Verfahren gibt, ist nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg – zur Originalmeldung

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