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Dessau-Roßlau: Verdächtiger Koffer sorgt für Chaos am Bahnhof

Ein vergessenes Gepäckstück in einer S-Bahn löste am Mittwoch einen Großeinsatz aus. Die Bundespolizei musste den Bahnsteig sperren und einen Hund anfordern.

Am Mittwochmorgen kam es am Hauptbahnhof in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) zu einem unnötigen Schrecken. Gegen 08:28 Uhr erhielten die Beamten der Bundespolizei den Hinweis, dass in einer S-Bahn ein Reisekoffer zurückgelassen wurde. Der Zug war zuvor von Halle (Saale) aus in Richtung Dessau gefahren.

Die Polizisten eilten sofort zum Bahnsteig 4/5. Dort fanden sie den Koffer vor, konnten aber nicht sehen, was sich darin befand. Da sich niemand als Besitzer meldete, gingen die Beamten auf Nummer sicher. Sie sperrten den Bahnsteig ab und räumten den Bereich. Über die Notfallleitstelle der Bahn in Leipzig wurde zudem das Gleis fünf gesperrt, damit kein weiterer Zug in den Gefahrenbereich einfahren konnte.

Um die Lage zu klären, riefen die Beamten einen Sprengstoffspürhund hinzu. Der Hund untersuchte den Koffer gründlich, schlug jedoch nicht an. Erst danach trauten sich die Einsatzkräfte, das Gepäckstück zu öffnen. Im Inneren kamen lediglich Kleidungsstücke und Dinge für den täglichen Bedarf zum Vorschein. Wer der Koffer eigentlich ist, konnte nicht ermittelt werden. Schließlich wurde das Gepäck an das Fundbüro der Deutschen Bahn übergeben.

Durch den Einsatz verzögerte sich die Fahrt eines Zuges um 14 Minuten. Die Bundespolizei nutzt den Vorfall für eine deutliche Warnung an alle Reisenden: Man solle sein Gepäck niemals aus den Augen lassen. Wer seinen Koffer vergisst, riskiert nicht nur einen Diebstahl, sondern muss im schlimmsten Fall für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen.

Ob der Besitzer des Koffers noch ausfindig gemacht wird, ist derzeit nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg – zur Originalmeldung

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