Darmstadt setzt künftig mehr auf Fahrradstreifen
In Darmstadt (Hessen) wird das Radfahren bei der Stadtpolizei wichtiger. Ordnungsdezernent Paul Georg Wandrey hat am Donnerstag vorgestellt, dass Fahrradstreifen nun fest in den Dienstplan aufgenommen werden. Bisher gibt es zwei solcher Streifen, die vor allem in der Innenstadt, in Fußgängerzonen sowie in Parks und Grünanlagen unterwegs sind. Später sollen die Beamten mit dem Rad im gesamten Stadtgebiet patrouillieren.
Die Stadt setzt dabei auf die Motivation der Mitarbeiter. In die Radstreifen sollen Polizisten kommen, die privat gerne Rad fahren und denen das Thema am Herzen liegt. Die Fahrräder werden sowohl im Früh- als auch im Spätdienst genutzt. Ein wichtiger Punkt ist dabei die Kommunikation: Die Beamten wollen auf Augenhöhe mit Fußgängern und anderen Radfahrern sprechen, statt etwa aus einem Streifenwagen heraus zu agieren.
Neben dem Gespräch gibt es aber auch praktische Vorteile. Die Räder sind wendig. So können die Beamten auch E-Roller-Fahrer oder Radfahrer leichter verfolgen, wenn diese vor einer Kontrolle flüchten wollen. Außerdem schauen die Streifen verstärkt auf Müll, Falschparker oder darauf, ob Hunde in den Grünanlagen an der Leine geführt werden.
Laut Ordnungsdezernent Wandrey sei die Fahrradstreife eine sinnvolle Ergänzung, da sie die Arbeit in Parks und Grünflächen deutlich erleichtert.
Quelle: Darmstadt – zur Originalmeldung