Darmstadt plant neues Rechenzentrum in Eberstadt
In Darmstadt (Hessen) gibt es Neuigkeiten für den Stadtteil Eberstadt. Der Magistrat hat am 26. August 2026 beschlossen, einen neuen Bebauungsplan mit dem Namen E 58 aufzustellen. Damit wird die rechtliche Grundlage geschaffen, um ein großes Rechenzentrum zu bauen. Geplant ist ein Campus für digitale Infrastruktur und KI, inklusive aller technischen Anlagen und Nebenbauten. Auch weitere Gewerbeflächen und Grünstreifen sind vorgesehen.
Das Gelände liegt im Westen von Eberstadt, zwischen der Marienburgstraße und der Industriestraße. Die Gegend ist dort ohnehin schon stark gewerblich geprägt. In der Nachbarschaft befinden sich andere Firmen, Wohnungen, die Justizvollzugsanstalt, eine Bahntrasse, die A 5 und einige Waldstücke.
Warum ein neuer Plan? Es gibt dort bereits einen alten Bebauungsplan aus dem Jahr 1982. Dieser ist aber nicht mehr zeitgemäß. Die Vorgaben zur Bauweise und zur Dichte der Bebauung würden das neue Projekt verhindern. Zudem sind die alten Baufelder zu klein für das Vorhaben. Außerdem soll ein Grundstück im Südosten, das im alten Plan fehlte, nun mit einbezogen werden.
Die Stadt will, dass das Rechenzentrum nach dem neuesten Stand der Technik gebaut wird. Besonders wichtig ist dabei die Energieeffizienz. Die Hitze, die in einem Rechenzentrum entsteht, soll nicht einfach verpuffen. Stattdessen soll die Abwärme genutzt werden, um die Umgebung kostengünstig und nachhaltig mit Wärme zu versorgen. Der Betreiber unterstützt diesen Plan der Stadt.
Aktuell ist ein städtebaulicher Vertrag in Arbeit. Die Firma, die das Zentrum bauen will, hat diesen bereits unterschrieben. Sobald die Stadtverordnetenversammlung zustimmt, wird auch die Stadt unterschreiben und der Vertrag wird gültig. Danach wird die Entscheidung offiziell im Darmstädter Echo veröffentlicht.
Quelle: Darmstadt – zur Originalmeldung