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Darmstadt holt vergessene Germania-Statue nach 23 Jahren zurück

Copyright und Urheber siehe Darmstadt

Die Stadt hatte eine historische Statue in einer Werkstatt vergessen. Jetzt gibt es eine Lösung für die über zwei Jahrzehnte verschollene Figur.

In Darmstadt (Hessen) gab es ein kurioses Missgeschick mit einem historischen Denkmal. Es geht um die Germania-Statue, eine rund 1,60 Meter hohe Gipsplastik aus dem Jahr 1899. Die Figur erinnert an die Opfer des Deutsch-Französischen Krieges und gehört eigentlich in den Stadtteil Eberstadt.

Die Geschichte begann im Jahr 2003. Damals ließ die Stadt die Statue bei den Steinbildhauern Ruth Andres und Andreas Heimbrock restaurieren. Weil das Original durch das Wetter beschädigt war, wurde eine Kopie aus Bronze angefertigt. Diese steht heute an der Ecke Heidelberger Landstraße und Seeheimer Straße.

Das restaurierte Original sollte eigentlich ins Eberstädter Rathaus kommen. Doch die Stadt holte die Statue nie ab. Über zwei Jahrzehnte lang stand die Figur deshalb einfach in der Werkstatt von Ruth Andres im Stadtteil Arheilgen. Dort war sie abgedeckt und trocken gelagert.

Erst vor Kurzem stießen die Verantwortlichen bei internen Recherchen wieder auf die Statue. Die Bildhauerin forderte daraufhin die Lagerkosten für die 23 Jahre ein. Oberbürgermeister Hanno Benz hat nun telefonisch geklärt, dass die Stadt die Rechnung übernimmt. Für 276 Monate Lagerzeit zahlt die Stadt insgesamt 2.627,52 Euro. Die Kosten belaufen sich auf acht Euro pro Quadratmeter im Monat.

Anfang nächster Woche wird der Oberbürgermeister die Werkstatt in Arheilgen besuchen, um sich die Statue anzusehen. Danach kommt die Figur erst einmal ins Kunstdepot der Stadt. Bis spätestens 2027 soll die Germania-Statue dann endlich ihren eigentlichen Platz im Eberstädter Rathaus finden.

Quelle: Darmstadt – zur Originalmeldung

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